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Durch Strafverfahren gegen Steuersünder soll Deutschland im Jahr 2011 Mehreinnahmen von mehr als einer Milliarde Euro verbuchen können.

Der entsprechende Betrag habe bei knapp 1,2 Milliarden Euro gelegen. Dies berichtete die "Saarbrücker Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Dies seien rund 400 Millionen Euro mehr gewesen als im Jahr 2010. In den Jahren davor schwankte das Aufkommen demnach zwischen 736 und 917 Millionen Euro.

Allein im Jahr 2010 wurden dem Bericht zufolge 95'223 Strafverfahren wegen Steuervergehen eröffnet. 2011 sei diese Zahl um etwa ein Drittel zurückgegangen. In beiden Jahren wurden demnach insgesamt 552 Menschen wegen Steuerbetrugs zu Freiheitsstrafen verurteilt. Gegen 4083 Steuersünder seien im selben Zeitraum Geldstrafen verhängt worden.

Wie viele Selbstanzeigen es gab, ist dem Bericht zufolge nicht bekannt, weil der Anteil in der Statistik erst ab dem Jahr 2012 gesondert ausgewiesen wird. Für das vergangene Jahr hätten bislang 15 Bundesländer insgesamt 10'760 Selbstanzeigen gemeldet.

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SDA-ATS