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Der mehr als 300 Jahre alte pinkfarbene "Grand Mazarin" gehörte vier Königen, vier Königinnen, zwei Kaisern und zwei Kaiserinnen und zuletzt einer europäischen Adelsfamilie, die anonym bleiben wollte.

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Ein Diamant aus dem einstigen Besitz des französischen Königshauses ist in Genf für mehr als das doppelte seines Mindestschätzpreises versteigert worden. Der Bieter muss 14,4 Millionen Franken zahlen (12,3 Millionen Euro).

Der Schätzpreis lag bei mindestens 5,8 Millionen Franken. Der Bieter, der bei der Christie's-Versteigerung am Dienstagabend den Zuschlag erhielt, blieb zunächst anonym.

Der mehr als 300 Jahre alte pinkfarbene "Grand Mazarin" hat 19,07 Karat und eine lupenreine Adelsgeschichte: Er gehörte vier Königen, vier Königinnen, zwei Kaisern und zwei Kaiserinnen und zuletzt einer europäischen Adelsfamilie, die anonym bleiben wollte.

Das Juwel hatte einst dem französischen Staatsmann Kardinal Mazarin gehört und ist nach ihm benannt. Mazarin, der unter anderem dem Sonnenkönig Ludwig XIV. diente, hatte seine Diamantensammlung seinerzeit der Krone vermacht, unter einer Bedingung: dass der Diamant ewig seinen Namen tragen werde.

Im Versteigerungssaal knisterte zunächst die Spannung, dann ging alles schnell. Innerhalb weniger Minuten fiel der Hammer. Das Publikum, mehr als 300 Besucher, klatschte anschliessend.

Zuvor war bereits ein höchst seltener und ungewöhnlich grosser weisser Diamant versteigert worden. Der anonyme Käufer muss 33,5 Millionen Franken (28,7 Millionen Euro) für den Stein mit 163,41 Karat zahlen. Er ist etwa so gross wie ein Dominostein.

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SDA-ATS