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Die letzten Jahre konnte Marina Gilardoni kaum verletzungsfrei fahren. In Pyeongchang zeigt sich die beste Schweizer Skeletonfahrerin aber locker - auch wenn ihr die Bahn nicht gerade Freude bereitet.

Stolz zeigt Marina Gilardoni im House of Switzerland ihren farbenprächtigen Helm. Sie will jedoch nicht nur mit ihrem Kopfschutz glänzen, sondern auch wieder in der Bahn. In den letzten zwei Jahren war dies eher eine Qual als eine Freude.

Für die 30-jährige St. Gallerin, die mittlerweile in Siebnen im Kanton Schwyz wohnt, war diese Zeit eine harte Prüfung. Gehörte sie in der Saison 2015/16 mit vier Podestplätzen und dem 4. WM-Rang zur absoluten Weltspitze, musste sie nun bis zur letzten Sekunde um die Olympiaqualifikation zittern. Grosse Schmerzen in der Bandscheibe und Muskelverletzungen im Sommertraining warfen sie immer wieder zurück und machten Anpassungen nötig. So musste Gilardoni die Griffe am Schlitten auf diese Saison hin wieder aussen montieren. Damit ist es anspruchsvoller, die ideale aerodynamische Position zu finden, doch es entlastet den Rücken wesentlich. Auch am Start, der einst eine von Gilardonis absoluten Stärken war, ist sie nur noch Durchschnitt. Aber immerhin wieder Durchschnitt.

In den letzten Wochen hat die ehemalige Bobanschieberin die Rückenprobleme in den Griff bekommen, im Weltcup schauten immerhin noch zwei Top-Ten-Plätze heraus. Coach Matthias Biedermann kann deshalb feststellen, sie seien "auf dem richtigen Weg". In Pyeongchang kommen nun aber zwei zusätzliche Herausforderungen hinzu. Zum einen finden sämtliche Trainings am Tag statt. Die Rennen hingegen gehen nach 20 Uhr Lokalzeit unter Flutlicht über die Bühne. Dies dürfte kein Problem sein, die unterschiedlichen Temperaturen hingegen schon. Das macht die Wahl der richtigen Kufen äusserst heikel.

Keine gute Gleiterin

Und dann hat die Bahn sehr unterschiedliche Charakteristika: oben wendig, unten flach. "Das macht das Setup schwierig", erklärt Biedermann. "Bis zur Kurve 9 werden alle gut kommen", glaubt Gilardoni. "Danach entscheidet sich das Rennen." Also auf dem Abschnitt für die Gleiter. "Das ist eine Herausforderung für mich", meint die Ostschweizerin. "Denn ich bin nicht gerade als gute Gleiter bekannt." Das möglichst bewegungslose Liegen auf dem Schlitten ist nicht ihre Sache. "Ich will immer etwas machen", sagt sie lachend. In Pyeongchang wäre weniger aber mehr. In den ersten vier Trainings gelang ihr das mit Plätzen von 9 (2 x), 13 und 14 ganz passabel.

Der Helm wurde übrigens vom Schwyzer Airbrush-Künstler Herbie Betschart gestaltet, der auch die Helme von Wendy Holdener besprayt. Vom Skistar werden Medaillen erwartet, Marina Gilardoni ist schon froh, dass sie wieder schmerzfrei fahren kann. Besser als in Sotschi, als sie 18. wurde, will es die Skeletonfahrerin am Freitag und Samstag aber schon machen.

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SDA-ATS