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Angesichts von Vorschriften und hohen Kosten arbeitet die Credit Suisse (CS) weiter an der Stromlinienförmigkeit ihres Offshore-Geschäfts. Gewisse Länder und gewisse Kunden verschwinden von der Landkarte der Grossbank, weil sich das Geschäft schlicht nicht mehr lohnt.

Wie viele Länder, Kunden und was für Vermögenswerte betroffen sind, sagte die CS auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda nicht. Die Medienstelle bestätigte aber einzelne Angaben aus einem Bericht des "Tages-Anzeigers" und des "Bund", der am Dienstag erschien.

Die Betreuung von Kunden in Ländern, wo die CS ohnehin nur wenige Kunden hat, verursacht in einigen Fällen einen zu grossen Aufwand. Die Bank sei immer stärker verpflichtet, Kunden und deren Vermögenswerte zu durchleuchten und sie muss dabei zahlreiche länderspezifische Regeln beachten, hiess es.

Die CS wägt so Kundenbeziehungen auf ihren Nutzen ab. Die Betreuung über Landesgrenzen hinweg (Offshore) ist wegen der Steuerkonflikte zwischen der Schweiz und anderen Ländern, der Geldwäschereigesetzgebung oder wegen der verschärften Beobachtung exponierter Personen je nach Fall heikel oder komplizierter geworden.

Zum Teil trennt sich die CS aber auch von Kunden, die für die Massstäbe der Bank im internationalen Privatkundengeschäft zu geringe Bestände haben. Ausserhalb der Schweiz betreut die CS gemäss einer Faustregel nur Kunden mit mindestens einer Million Franken betreutem Vermögen.

Die CS hat aber nur in 20 Ländern Niederlassungen mit der Möglichkeit für eine lokale Betreuung von Kunden und betreibt weiterhin ein Offshore-Geschäft. Wie ein Sprecher der Bank der sda sagte, ist das grenzüberschreitende Geschäft keineswegs Geschichte.

Im Geschäft mit sehr reichen Kunden, in dem die CS im weltweiten Geschäft einen Spitzenplatz für sich reklamiert, blüht zudem das "Multishore-Geschäft". Grosse Vermögen von Privatpersonen betreut die CS je nach den Wünschen ihrer Kunden von verschiedenen Ländern aus.

Kleineres Filialnetz

Ein Offshore-Geschäft betreibt die CS auch weiterhin etwa in Deutschland oder Frankreich. Dort dränge man die Kunden nach wie vor zu Steuerehrlichkeit, hiess es von der CS.

Die vor Monaten aufgetauchten Gerüchte, die CS wolle nach einer schlechten Phase in Deutschland mit Datenklau-Affären und schlechter Presse das dortige Geschäft vor Ort (Onshore) verkaufen, kommentiert die Zentrale in Zürich nicht.

Ende 2012 war bekannt geworden, dass die Bank in Deutschland drei von zwölf Niederlassungen aufgibt. Auch in Italien, wo die CS zeitweise Razzien der Steuerpolizei ausgesetzt gewesen war, ist das Filialnetz geschrumpft.

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SDA-ATS