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In La Chaux-de-Fonds, Neuenburg und Le Locle, den drei grössten Städten Neuenburgs, bleiben sowohl die Regierungen wie auch die Parlamente in links-grüner Hand. In La Chaux-de-Fonds kann der ehemalige FDP-Regierungsrat Frédéric Hainard sein Comeback in die Politik feiern.

Er wurde in der Uhrenstadt ins Parlament gewählt. Für sein Comeback hatte er eigens die "Neue liberale Partei", gegründet. Seine Wahl sei eine kleine Revanche für das, was ihm in den letzten 24 Monaten widerfahren sei, sagte Hainard nach dem Bekanntwerden der Resultate zur Nachrichtenagentur sda.

Hainard sass schon einmal in ebendiesem Parlament - damals noch unter dem Banner der FDP. 2009 wurde er in die Kantonsregierung gewählt. Doch bereits ein Jahr später geriet Hainard wegen "Sheriff"-Methoden und Vetternwirtschaft in die Kritik und trat schliesslich zurück.

Überraschend war in der grössten Stadt des Kantons auch der Einzug der Grünen in die Stadtregierung. Immerhin hatten sich alle fünf bisherigen Regierungsmitglieder zur Wiederwahl gestellt.

Doch für die Sozialdemokratin Annie Clerc reichte der Bisherigen-Bonus nicht - sie wurde abgewählt. An ihrer Stelle wählten die Wahlberechtigten die Grüne Nathalie Schallenberger. Neu wird La Chaux-de-Fonds von je einem Mitglied der PdA, der SP, der Grünen, der FDP und der SVP regiert.

Überraschung in Le Locle

Ebenfalls für eine Überraschung sorgten die Wählerinnen und Wähler in Le Locle. Sie ermöglichten der FDP einen Sitzgewinn auf Kosten der Arbeiterpartei PdA. An der Stelle des bisherigen Marcelo Droguett (PdA) wurde der Freisinnige Jean-Paul Wettstein gewählt.

Keine Überraschung war jedoch der Einzug der Grünen mit Miguel Perez in die Stadtregierung: Die Sozialdemokraten waren nicht in der Lage gewesen, einen Ersatz für die abtretende Florence Perrin-Marti (SP) zu präsentieren.

Damit ist die SP nach exakt 100 Jahren nicht mehr in der Stadtregierung von Le Locle vertreten - trotzdem bleibt sie in links-grüner Hand. Neu setzt sich die Exekutive aus zwei Mitgliedern der FDP, zwei der PdA und einem Vertreter der Grünen zusammen.

Keine SVP mehr in Neuenburgs Stadtparlament

In Neuenburg hingegen konnte die SP ihren frei werdenden Sitz verteidigen. Neu wurde Thomas Facchinetti in die Stadtregierung gewählt. Damit setzt sich Neuenburgs Exekutive aus zwei Vertretern der FDP, zwei Sozialdemokraten und einer Politikerin der Grünen zusammen.

Nicht nur die Regierungen auch die Parlamente der drei gössten Städten werden weiterhin von einer links-grünen Mehrheit dominiert.

SDA-ATS