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Die Schweiz will in St. Petersburg im Achtelfinal gegen das weniger gut dotierte Schweden den ultimativen Nachweis erbringen, endgültig zu erweiterten Spitze des Weltsports Fussball zu gehören.

90, vielleicht auch 120 Minuten oder noch eine weitere Penalty-Zusatzschlaufe - die heutige Herausforderung ist weit mehr als die simple Fortsetzung einer bis anhin überzeugenden WM-Kampagne. Die Luft wird dünner, die Bedeutung grösser. In den Knock-out-Runden geht es um nachhaltige Impressionen, um umfassende Einordnungen.

Im Sport kann ein singulärer Moment das Image einer ganzen Fussball-Generation prägen. Die bereits jahrelange Konstanz ist in der öffentlichen Wahrnehmung prozentual erheblich weniger wert, wenn der Achtelfinal die unüberwindbare Hürde bleibt. Die aktuelle Nationalmannschaft will Geschichte schreiben, der erste Vorstoss unter die Top 8 seit dem Heimturnier in Bern vor 64 Jahren ist das erklärte Ziel.

Diverse Protagonisten haben verbal vorgespurt. Der Coach Vladimir Petkovic platzierte schon vor der ersten Ballberührung in Russland ein Signal: "Wir wollen noch mehr leisten als in Frankreich." Mehr als eine Achtelfinal-Qualifikation also. Die eigenen Ambitionen korrespondieren mit den externen Ansprüchen.

Seit jenem Round-Table-Gespräch in Feusisberg redete der Schweizer Selektionär nur noch im Rahmen der offiziellen FIFA-Medien-Termine. Der Chef an der Linie ist fokussiert und verlangt auch von seiner Entourage hundertprozentige Konzentration. Ihm ist jede einzelne Äusserung wichtig. Unruhe und Energieverluste auf Nebenschauplätze will er nicht riskieren.

Dass der Verband am zweitletzten Abend vor dem wichtigsten Spiel seit vier Jahren nach der Doppeladler-Affäre erneut in den Brennpunkt der FIFA-Justiz geraten ist, dürfte einigen Ärger verursacht haben. Offizielle aus dem SFV-Stab hatten beim letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica (2:2) Sicherheitsangestellte des Weltverbands beschimpft.

Im Spielerkreis wird der Vorfall eine Episode bleiben. Die wichtigsten Akteure demonstrierten in ihrer Kernkompetenz bislang mentale Qualitäten. Unter Hochdruck wie gegen die Serben (2:1) fanden sie die Lösung zum Umschwung. Die Schweizer sind auf dem Rasen kaum zu beeindrucken - weder von klingenden Namen noch von Kontrahenten, die sich wie die Schweden primär in der eigenen Platzhälfte verschanzen.

Generell ist die Überzeugung erheblich und das Selbstvertrauen organisch gewachsen, international reif genug zu sein, im vierten Anlauf innerhalb von 24 WM-Jahren nach der Gruppenphase auch die nächste Runde zu überstehen. "Wann, wenn nicht jetzt?", fragte Blerim Dzemaili. "Wir sind mit den Schweden definitiv auf Augenhöhe." Nicht nur der routinierte Schwerarbeiter interpretiert die Konstellation als beträchtliche Chance.

Das Tableau ist günstig. Nach dem Sturz von Giganten wie den letzten beiden Weltmeistern Deutschland und Spanien haben sich die Perspektiven noch einmal verbessert. Die konstante Leistungskurve der SFV-Auswahl berechtigt die Beteiligten davon zu träumen, neben dem Gastgeber Russland eine weitere Turnierüberraschung schaffen zu können.

In den letzten 20 Partien hat Petkovics Team nur gegen den Europameister Portugal verloren. Die Serie färbt ab, die Statistik gibt den Schweizern ein gutes Gefühl. Dass sie die Ausfälle von Captain Stephan Lichtsteiner und Fabian Schär, beide sind gegen die Nordländer gesperrt, kaum einmal erwähnten, spricht für ihre Verfassung und ihre Stabilität.

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SDA-ATS