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Basel als Favorit in Arnheim, Luzern als Aussenseiter in Piräus: Zwei der vier im Europacup verbliebenen Schweizer Teams bestreiten am Donnerstag die Hinspiele in der Europa-League-Qualifikation.

Im Europacup 2018/19 hat der Schweizer Fussball bis jetzt nur Nieten gezogen. Der FC Basel liess sich mit ernüchternden Auftritten gegen PAOK Saloniki von der Champions-League-Qualifikation in jene der Europa League zurückstufen, und St. Gallen liess sich von dem im Europacup unbedarften norwegischen Klub aus Sarpsborg gänzlich ausbooten. Aus Schweizer Sicht darf es in diesem Stil nicht weitergehen. Denn sonst würde die Schweiz im Ranking der UEFA weiter zurückfallen und die Schweizer Vertreter ihre einstmals günstigen Positionen für die Setzungen in der Qualifikation einbüssen.

Noch bevor Meister Young Boys am 22. August in den Playoffs der Champions League und Cupsieger Zürich im September in der Gruppenphase der Europa League eingreifen, müssen der FC Basel und der FC Luzern in dieser Woche das Steuerrad des schlingernden Schiffes herumreissen. Um in die Gruppenphase zu gelangen, müssen sie noch je zwei Gegner überwinden.

Luzern und Basel beginnen die 3. Qualifikationsrunde am Donnerstag um 20.00 Uhr mit den Auswärtsspielen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide errangen am Wochenende in der 3. Runde mit 4:2-Heimerfolgen ihre ersten Siege in der Super-League-Saison. Für die nächsten Aufgaben in der Europa League nehmen sie indessen gegensätzliche Rollen ein. Ist Basel gegen Vitesse Arnhem der deutliche Favorit, ist Luzern gegen Olympiakos Piräus der ebenso klare Aussenseiter.

Luzern mit Personalsorgen

"Der Sieg gegen Lugano war sehr wichtig", sagte Luzerns neuer Trainer René Weiler, der mit Niederlagen daheim gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax und auswärts gegen Thun gestartet war. "Der Sieg bringt Ruhe in unsere Mannschaft. So können wir besser arbeiten." Weilers Arbeit wird jedoch nach wie vor durch eine lange Absenzenliste erschwert. In Piräus wird Marvin Schulz wieder einsatzfähig sein. Dennoch bleibt gerade die Defensive durch die Verletzungen von Stefan Knezevic, Lazar Cirkovic und Routinier Claudio Lustenberger geschwächt.

Ist die eigene Abwehr geschwächt, kann dies gegen Griechenlands Vorzeigeklub Olympiakos Piräus ins Auge gehen. Olympiakos verdrängte in der Europa-League-Gruppenphase 2016 die Young Boys auf den 3. Platz. Von den damals eingesetzten Spielern sind nur noch der deutsche Stürmer Marko Marin und der portugiesische Mittelfeldspieler André Martins im Kader der Griechen. Die letzte griechische Meisterschaft lieferte ein Indiz, dass Olympiakos schwächer geworden ist. Der 44-fache Landesmeister wurde hinter AEK Athen und PAOK Saloniki nur Dritter, nachdem er vorher sieben Meistertitel am Stück gewonnen hatte. 18 Spieler im heutigen Kader sind jedoch in ihren Ländern Internationale. Trainer Pedro Martins aus Portugal hat sein Amt erst im Juli angetreten.

Olympiakos ist im Europacup ein Dauergast. Seit 1997 tauchte der Klub 18 Mal in der Gruppenphase der Champions League auf. Aber einzig vor 19 Jahren brachte er es über die Achtelfinals hinaus. Juventus Turin war damals in den Viertelfinals die Endstation. In der Gruppenphase 2017 wurden die Griechen hinter Barcelona, Juventus und Sporting Lissabon mit nur einem Punkt Letzte.

Koller-Effekt soll weiter wirken

Gleich nach der Ankunft von Trainer Marcel Koller schien im St.-Jakob-Park vieles anders zu sein als in den mehrheitlich erfolglosen Monaten davor. Ein paar Umstellungen in der Mannschaft und eine aufopferungsvolle Leistung führten zum Sieg über GC, der für den FCB eine Erlösung bedeuten kann. Weitere Taten sollten aber nahtlos folgen, damit der Effekt des Trainerwechsels nicht sofort wieder verpufft. Kurzfristig muss Koller auf den defensiven Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die verzichten. Die Verletzung im rechten Oberschenkel, die sich der Ivorer im Match gegen GC zugezogen hatte, stellte sich als Muskelfaserriss heraus.

Vitesse aus Arnheim, der Hauptstadt der Provinz Gelderland, blieben im niederländischen Fussball in der Vergangenheit nur Brosamen. Zu dominant waren über die Jahrzehnte Klubs wie Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam oder PSV Eindhoven. Der einzige nationale Erfolg schaute im Frühling 2017 mit dem Cupsieg heraus. Im aktuellen Kader gibt es keine allgemein bekannten Namen. Einige renommierte frühere Spieler jedoch begannen ihre Karrieren in Arnheim: Roy Makaay, Philipp Cocu, Pierre van Hooijdonk und andere. Die letzte Meisterschaft schloss Vitesse im 6. Rang ab, mit 34 Punkten Rückstand auf Meister Eindhoven.

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SDA-ATS