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Unter vielen namhaften Golfprofis am Omega European Masters in Crans-Montana ist einer, der noch kein Star ist, aber alle Voraussetzungen mitbringt, um ein Superstar zu werden: Tommy Fleetwood.

An dem am Donnerstag beginnenden, mit 2,7 Millionen Euro dotierten Traditionsturnier auf dem Walliser Hochplateau kommen die Schweizer Fans auf mannigfaltige Weise auf ihre Rechnung. Hört man allein auf die Namen, muss man Danny Willett, Lee Westwood und Miguel Angel Jimenez hervorheben. Der 44-jährige Westwood und der 53-jährige Jimenez sind grosse Figuren im europäischen Golf, auch wenn beiden in ihren Karrieren der Sieg an einem Majorturnier verwehrt geblieben ist. Der Engländer tritt in dieser Woche zum 14. Mal in Crans-Montana an, der Spanier sage und schreibe zum 28. Mal. Beide haben das Turnier je einmal gewonnen, und beide verfügen noch über die Spielstärke für einen weiteren Sieg.

Danny Willett ist in dieser Woche der einzige Spieler mit einem Turniersieg auf Grand-Slam-Stufe im Palmarès. Der 29-jährige Engländer aus Sheffield triumphierte im April 2016 am US Masters in Augusta, nachdem er im Juli 2015 erstmals in der Schweiz gesiegt hatte. In dieser Saison stagniert er. Ein 5. Platz ist Willetts bestes Ergebnis. An drei der vier Majors schied er vorzeitig aus. Vielleicht findet er im Wallis den Weg zurück zum Erfolg.

Ein künftiger Star

Tommy Fleetwood hat noch keine absolute Bekanntheit wie Westwood oder Jimenez. Der 26-jährige Engländer aus Southport bei Liverpool hat aber das ganze Rüstzeug, um - vielleicht schon ab dem nächsten Jahr - Majorturniere für sich zu entscheiden.

Fleetwood ist seit sieben Jahren Profi. Erst in der laufenden Saison hat er sein enormes Potential richtig entfaltet. Er siegte in Dubai und am Open de France in Paris. Ein weiterer Sieg auf dem europäischen Circuit entging ihm nur knapp, als er im April in Shenzhen in China dem Österreicher Bernd Wiesberger in einem Stechen unterlag. Am US Open im Juni in Erin, Wisconsin, spielte er lange um den Sieg mit, ehe er fünf Schläge hinter dem überlegenen amerikanischen Champion Brooks Koepka Vierter wurde. In der Weltrangliste liegt Fleetwood an der 16. Position. Im Spielerfeld von Crans-Montana ist nur Vorjahressieger Alexander Noren aus Schweden als Elfter besser klassiert.

Der Rückkehrer

Luke Donald ist wie Danny Willett nicht in der besten Form. Der Engländer mit Lebensmittelpunkt USA verpasste in acht der letzten neun Turnierstarts den Cut. Dabei kann der 39-Jährige doch auf eine reiche Karriere zurückschauen, in der er weltweit zwölf Turniere für sich entschied, darunter das Omega European Masters 2004. Ab 2011 war er während insgesamt 56 Wochen die Weltnummer 1. Nur fünf Spieler standen länger an der Spitze der Weltrangliste als er, nämlich Tiger Woods, der Weisse Hai Greg Norman, Nick Faldo, Rory McIlroy und der 2011 verstorbene Severiano Ballesteros. Donald kehrt in dieser Woche erstmals seit zwölf Jahren ans Schweizer Turnier zurück.

Girrbach setzt auf Challenge Tour

Die Delegation der Schweizer Golfer umfasst vier Profis und zwei Amateure. Am Schweizer Turnier der höchsten europäischen Tour waren nie in den letzten 30 Jahren derart wenige einheimische Spieler vertreten. Die dünne Besetzung widerspiegelt die immer länger anhaltende Baisse des Schweizer Männergolfs im europäischen Vergleich sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren.

Im kleinen Schweizer Trupp fehlt der derzeit erfolgreichste Profi Joel Girrbach. Der junge Thurgauer hat reelle Chancen, über die Challenge Tour als erster Schweizer seit 15 Jahren (Julien Clément) in die Europa-PGA-Tour aufzusteigen. Girrbach setzt deshalb in diesem Herbst konsequent auf die Turniere der Challenge Tour, des zweithöchsten Circuits in Europa.

Unter den verbleibenden Spielern dürfte Benjamin Rusch, ein weiterer Thurgauer Profi, die besten Aussichten haben. Die Qualität des 156-köpfigen Teilnehmerfeldes, dem wie üblich auch 30 Spieler der Asien-Tour angehören, ist hoch. Sollte auch nur einer der sechs Schweizer unter den besten 65 den Cut für die beiden Finalrunden überstehen, wäre dies bereits als schöner Erfolg zu werten.

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SDA-ATS