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Nach diesem Wochenende wird die Super-League-Saison erst zur Hälfte gespielt sein. Dennoch scheint es klar zu sein, dass man spätestens Mitte Mai 2018 entweder YB oder Basel als Meister feiern wird.

Nach 17 Runden führen die Young Boys mit vier Punkten Vorsprung auf Basel. Der Abstand hat sich nach der überraschenden Niederlage der Berner in Thun um drei Punkte reduziert. Am Wochenende spielen beide daheim. Sowohl die Young Boys gegen die Grasshoppers als auch Basel gegen St. Gallen sind eindeutig favorisiert. Bis auf weiteres werden sich Berner und Basler ein Fernduell liefern.

Im Sport kann man immer und überall sicher geglaubte Triumphe, Siege und Titel im letzten Moment aus der Hand geben. Die Young Boys haben sich geradezu darauf spezialisiert, seit sie mit dem Cupsieg vor 30 Jahren ihren bis heute letzten Titel holten. Im Schweizer Fussball wird das YB-typische Scheitern seit längeren auch "veryoungboysen" genannt. Die Berner haben die Verbschöpfung provoziert. Zum Beispiel in zwei Cupfinals (1991 und 2009), die sie gegen Sion nach einer 2:0-Führung verloren. Oder 2008 und 2010, als sie sich im Titelrennen in der 36. und letzten Runde von Basel abfingen liessen. Oder im Kleinen auch im Cup-Viertelfinal der vergangenen Saison, als sie daheim gegen Winterthur in der Pause 2:0 führten und nach Penaltyschiessen ausschieden.

In der laufenden Super League wird noch vor der Winterpause auch die 19. Runde ausgetragen. Danach wird man sehen, mit wie vielen Punkten Vorsprung - falls sie überhaupt noch führen werden - die Young Boys in das Frühlingspensum steigen werden. Werden sie abermals alles veryoungboysen?

Im Frühling 2010 startete der FC Basel seine bis heute nicht unterbrochene Serie von Meistertiteln. Dank einer hervorragenden Rückrunde - sie holten 46 von möglichen 54 Punkten - zogen die Basler unter Trainer Thorsten Fink im Finish an den Young Boys vorbei. Vor der letzten Runde waren beide punktgleich, dann gewann Basel das direkte Duell in Bern 2:0.

Wie war es 2010 wirklich?

Aus jener Saison kursiert eine Mär, die auch von an sich seriösen Fussbaljournalisten verbreitet wird. Es heisst, YB habe damals in der Winterpause mit 13 Punkten Vorsprung auf Basel geführt, und die Basler hätten den Bernern den Schlüsselspieler Gilles Yapi abgeworben und auf ihre Seite gebracht. Die Sache mit Yapi stimmt zur Hälfte, die Sache mit den 13 Punkten ist falsch.

Basel warb Yapi tatsächlich ab, aber mit einem für die nachfolgenden Saison gültigen Vertrag. Der Schachzug verfehlte die Wirkung dennoch nicht. In der Berner Mannschaft wurde es gegen Schluss unruhig. In den letzten Spielen wurde der zuvor unverzichtbar gewesene Yapi nicht mehr eingesetzt.

Der Vorsprung der Berner betrug in der Winterpause in Tat und Wahrheit sieben Punkte. Sieben Punkte über 18 Runden zu verteidigen ist keine Selbstverständlichkeit - erst recht nicht für eine Mannschaft, die im Veryoungboysen geübt ist. Die kolportierten 13 Punkte Abstand zwischen YB und Basel gab es in jener Saison ebenfalls. Jedoch nicht in der Winterpause, sondern schon im August. Nach acht Runden hatten die Berner 22 Punkte auf dem Konto, die Basler nach einem total missratenen Saisonstart nur neun Punkte. In der Legende, der Verklärung der Vergangenheit, blieben diese 13 Punkte Unterschied hängen.

Die beiden Super-League-Spiele vom Samstag im Detail:

Basel - St. Gallen (erste Direktbegegnung der Saison 2017/18: 1:2). - Anspielzeit: 19.00 Uhr. - SR San. - Absenzen: Serey Die, van Wolfswinkel und Vailati (alle verletzt); Ben Khalifa, Tafer, Musavu-King und Ajeti (alle verletzt). - Statistik: Während der FC St. Gallen zwischen Kanterniederlagen und überzeugenden Siegen schwebt und auf diese Weise die Wundertüte der Liga bleibt, hat sich der FC Basel Woche für Woche in der Champions League und in der Meisterschaft stabilisiert. Zuletzt gewannen die Basler in der Liga dreimal nacheinander, was ihnen nur früh in der Saison einmal gelungen war. Im September fügte St. Gallen dem FC Basel eine seiner drei Niederlagen bei. Ein neuerlicher Sieg der Ostschweizer wäre unter den derzeitigen Gegebenheiten jedoch eine Sensation. Der letzte Sieg des FCSG im St.-Jakob-Park datiert vom August 2014 (2:0). Seither siegten die Basler gegen die Ostschweizer in fünf von fünf Heimspielen.

Sion - Thun (1:0). - Anspielzeit: 19.00 Uhr. - SR Jaccottet. - Absenzen: Mitrjuschkin, Cümart und Zock (alle verletzt); Facchinetti, Bigler, Rodrigues, Alessandrini, Hunziker, Sutter, Schäppi (alle verletzt) und Faivre (krank). - Fraglich: - ; Tosetti, Gelmi. - Statistik: Thun hat mit dem 3:1 gegen YB einen grossen und in der Abstiegszone hilfreichen Sieg errungen, während Sion in Luzern schon die achte Saisonniederlage erlitten hat. Die Ergebnisse der Direktbegegnungen seit 2016 sprechen jedoch für die Walliser, die bei fünf Siegen einmal remisierten und einmal verloren.

Rangliste: 1. Young Boys 17/36 (38:17). 2. Basel 17/32 (34:16). 3. Zürich 17/28 (22:14). 4. St. Gallen 17/24 (23:32). 5. Grasshoppers 17/23 (25:24). 6. Lausanne-Sport 17/19 (26:34). 7. Lugano 17/19 (17:26). 8. Thun 17/18 (27:31). 9. Luzern 17/17 (21:29). 10. Sion 17/17 (19:29).

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SDA-ATS