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Slowenien, der erste Schweizer Gegner an der Eishockey-WM, ist auf den ersten Blick eine einfache Aufgabe. Nach den Erfahrungen der letzten Jahr wird es aber alles andere als leicht.

Es gab Zeiten, da waren WM-Startspiele so etwas wie eine Schweizer Spezialität. Zwischen 2006 und 2013 gewann das Nationalteam achtmal in Folge die erste Partie eines Turniers. Ob der Gegner wie vor elf Jahren in Riga Italien (3:1) oder wie vor vier Jahren in Stockholm Schweden (3:2) hiess, spielte keine Rolle.

Seit 2014 aber hat die Schweiz stets verloren, zuerst gegen Russland (0:5) und dann zweimal in Folge gegen den Aufsteiger. 2015 blamierte sich die Mannschaft gegen Österreich ebenso im Penaltyschiessen (3:4) wie 2016 gegen Kasachstan (2:3).

In der Sprache von Facebook würde man bezüglich WM-Startspiele der Schweiz wohl mittlerweile vom Beziehungsstatus "es ist kompliziert" sprechen.

Slowenien ohne Starstürmer

Slowenien, auf das die Schweiz heute zur ungewohnten Mittagszeit (12.15 Uhr) zum Auftakt der WM in Paris trifft, ist auf dem Papier schwächer einzustufen als die Österreicher und die Kasachen in den letzten beiden Jahren.

Vier Stürmer spielen in der KHL, der Grossteil des restlichen Kaders ist in der österreichischen und der französischen Liga tätig. Sloweniens Starspieler Anze Kopitar fehlt in diesem Jahr. Der Captain der Los Angeles Kings, der in dieser NHL-Saison in 76 Partien 52 Skorerpunkte erzielt hatte, sagte für die WM ab.

Bei Olympia wieder dabei

Trotzdem sind die Slowenen nicht zu unterschätzen, sie überzeugten in der jüngeren Vergangenheit vor allem als Team. Im September setzten sie sich in der Olympia-Qualifikation gegen die höher eingestuften Weissrussland und Dänemark durch. In Pyeongchang nehmen die Osteuropäer zum zweiten Mal in Folge an Olympischen Spielen teil, nachdem sie sich bereits für Sotschi 2014 qualifiziert haben.

Im bisher einzigen Aufeinandertreffen an einer WM gewannen die Schweizer 2013 auf dem Weg zur Silbermedaille in Stockholm gleich mit 7:1.

SDA-ATS

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