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Die Pleitewelle hat in den USA nun mehr als 100 Banken erfasst

Dieser Inhalt wurde am 24. Oktober 2009 - 01:41 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Die Pleitewelle der US-Banken hat nun mehr als 100 Institute erfasst. Mit der Schliessung von vier Regionalbanken in den Bundesstaaten Florida und Georgia wurde am Freitagabend (Ortszeit) die Hunderter-Marke durchbrochen.
In Naples im Bundesstaat Florida traf es als 100. Institut die mit einer Bilanzsumme von lediglich knapp 66 Millionen Dollar und 18 Angestellten recht kleine Partners Bank. Die Stonegate Bank in Florida übernimmt alle Kunden und Vermögenswerte.
Auch für die American United Bank in Lawrenceville in Georgia sei das Aus besiegelt, teilte die Einlagensicherung FDIC mit. Sie war immerhin 111 Mio. Dollar schwer. Die Ameris Bank of Georgia werde alle Einlagen des zusammengebrochenen Instituts übernehmen.
Später wurde die Pleite Hillcrest Bank und der Flagship National Bank bekanntgegeben. Beide hatten ihren Sitz in Florida. Damit stieg die Zahl der Bankenpleiten auf 103, so viele wie seit 17 Jahren nicht mehr.
Das Bankensterben trifft nach den grossen Zusammenbrüchen zum Höhepunkt der Finanzkrise im vergangenen Jahr nun ganz überwiegend kleinere und mittelgrosse Häuser quer durch die USA. Experten sind überzeugt: Die Pleitewelle wird noch einige Zeit weiterrollen. Bei den allermeisten Zusammenbrüchen fanden sich bisher Käufer.
Die bisher grösste Pleite dieses Jahres war im August das Aus der Colonial Bank im Bundesstaat Alabama. Mit einer Bilanzsumme von 25 Milliarden Dollar war sie damals die sechstgrösste Bank, die in den USA jemals schliessen musste.
Grösster Zusammenbruch einer Geschäftsbank in der US-Geschichte war der Fall der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual im vergangen Jahr. Sie hatte sogar eine Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar. Im gesamten Jahr 2008 waren wegen der Finanzkrise 25 US-Geschäftsbanken und Sparkassen geschlossen worden.
Die Zahl der Bankenpleiten in Amerika ist damit in diesem Jahr so hoch wie seit 1992 nicht mehr, als zum Ende der schweren Krise der US-Sparkassen 181 Häuser in einem Jahr dicht machen müssen. Während der gesamten mehrere Jahre dauernden Turbulenzen kamen damals Schätzungen zufolge sogar weit mehr als 2000 Sparkassen und Banken unter die Räder.
Die Einlagen der insgesamt knapp 8200 bei der FDIC versicherten Institute sind in den USA derzeit bis zu einer Summe von 250 000 Dollar je Kunde zu 100 Prozent geschützt.

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