Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Der neue Fernverkehrszug der SBB mit der Bezeichnung FV-Dosto auf einer Testfahrt in Interlaken. (Archivbild)

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Die SBB kann die neuen Doppelstockzüge von Bombardier ab sofort einsetzen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat eine vorerst auf ein Jahr befristete provisorische Betriebsbewilligung dafür erteilt.

Nach einem Software-Update und der Behebung kleinerer Mängel lägen alle nötigen Nachweise für einen sicheren Betrieb der Züge vor, teilte das BAV am Donnerstag mit. Die Herstellerfirma Bombardier habe den Sicherheitsnachweis für den von der SBB bestellten Doppelstocktriebzug erbracht.

Sämtliche dafür erforderlichen Dokumente lägen vor. Ein für die Zulassung notwendiges Update der Fahrzeugsoftware sei Mitte November 2017 erfolgt. Das BAV habe die eingereichten Nachweise und die mit dem Update ausgerüsteten Fahrzeuge geprüft. Diese wiesen keine zulassungsrelevanten Mängel mehr auf.

Die Bewilligung ist vorerst auf ein Jahr befristet, da heute noch nicht alle geplanten Funktionalitäten der Fahrzeuge betriebsbereit seien, teilte das BAV weiter mit. Sobald dies der Fall sei, würden die Züge im Hinblick auf eine unbefristete Betriebsbewilligung erneut überprüft.

Probleme mit Wankkompensation

Ein BAV-Sprecher präzisierte auf Anfrage, es handle sich noch um kleinere technische Anpassungen, die für eine definitive Betriebsbewilligung notwendig seien. So könne die sogenannte Wankkompensation noch nicht eingesetzt werden. Dank dieser Technologie sollen die Züge schneller durch die Kurven fahren können.

Die Wankkompensation soll verhindern, das sich die Waggons in der Kurve nach aussen neigen. Vielmehr sollen sie dank dieses Ausgleichmechanismus' praktisch senkrecht auf den Schienen bleiben. Dadurch soll der Zug in den Kurven schneller fahren können, ohne dass der Kundenkomfort beeinträchtigt wird. So soll es den Passagieren auch nicht mehr schlecht werden, wie dies bei herkömmlicher Neigetechnik vorkam.

SBB setzt neuen Zug nächstes Jahr ein

Die SBB gab gleichentags bekannt, dass sie den neuen Doppelstockzug FV-Dosto im Verlauf des nächsten Jahres schrittweise in Betrieb bringen will. Der neue Zug werde mit bis zu 1300 Sitzplätzen auf bis zu 400 Metern Länge für mehr Kapazität auf der stark befahrenen West-Ost-Achse sorgen.

Die SBB werde nun Schulungen und letzte Tests durchführen. Danach werde der Zug ab 2018 zwecks Einführung vorerst auf wenig frequentierten Strecken eingesetzt, zum Beispiel als Interregio auf der Strecke Zürich - Bern und/oder als RegioExpress auf der Strecke Zürich - Chur.

Anschliessend kämen die neuen Züge schrittweise zwischen St. Gallen - Bern - Genf Flughafen und auf anderen Intercity-Linien zum Einsatz, schreibt die SBB weiter.

Flexible Anpassung möglich

Nach vollendeter Auslieferung bilde der FV-Dosto, wie der neue Doppelstockzug genannt wird, die grösste Flotte der SBB. Die SBB hat die Züge in drei Ausführungen bestellt. Die Fahrzeug können gekoppelt und dem Passagieraufkommen flexibel angepasst werden.

So stünden für Verkehrsspitzen rund zehn Prozent mehr Sitzplätze als bei den heutigen längsten Doppelstock-Kompositionen zur Verfügung. In Nebenverkehrszeiten könnten die Züge wieder getrennt werden. Dadurch würden unnötige Leerfahrten vermieden sowie Energie und Kosten gespart.

Die SBB hat 2010 von Bombardier 62 Fernverkehrszüge für 1,9 Milliarden Franken bestellt. Es handelte sich um den teuersten Auftrag in der Geschichte der Bahn. Ursprünglich sollten die ersten Züge 2013 geliefert werden. Es kam aber immer wieder zu Verzögerungen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










SDA-ATS