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Die internationale Schifffahrt verschmutzt die Luft stärker als der Flugverkehr. Laut einer deutschen Studie liegen die beiden Transportzweige beim Kohlendioxid (CO2) etwa gleichauf. Die Schifffahrt stösst aber zehnmal mehr Stickoxid und hundertmal mehr Schwefeldioxid aus.

Die Studie wurde durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Bremen. Demnach stiessen Luft- und Schifffahrt im Jahr 2000 je etwa 800 Millionen Tonnen CO2 aus. Mit mehr als 20 Mio. Tonnen Stickoxid übertraf die Schifffahrt aber den Luftverkehr um das Zehnfache und mit rund 12 Mio. Tonnen Schwefeldioxid um das Hundertfache.

Während das CO2 zur globalen Erwärmung beitrage, wirke die hohe Konzentration von Schwefeldioxid-Abgasen dem zunächst entgegen, heisst es in der Studie. Schwefeldioxid und andere schwefelhaltige Verbindungen reagierten in der Atmosphäre zu Schwefelsäure und bildeten mit Wasser winzige schwefelhaltige Tröpfchen, sogenannte Aerosole.

Diese streuen mehr Sonnenstrahlung ins All zurück. Schwefeldioxid habe somit einen kühlenden Effekt. Dieser Temperaturrückgang erscheine in der Klimabilanz zunächst positiv, der Effekt sei aber nur lokal und zeitlich sehr beschränkt: Die Aerosole bestehen nur einige Tage, während sich Kohlendioxid über hundert Jahre in der Atmosphäre hält.

Ausserdem trage das Schwefeldioxid zu einer massiven Verschmutzung der Luft in Küstennähe bei, vor allem in den Häfen. Für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler unter anderem Daten eines Sensors auf dem Umweltsatelliten "Envisat". Anhand dieser Daten berechneten sie Stickoxidkonzentrationen entlang von Hauptschifffahrtsrouten.

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SDA-ATS