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Fussball - Das Schweizer Länderspieljahr startet mit viel Glamour: Am Mittwoch empfängt die SFV-Auswahl in Basel (20.45 Uhr) den fünffachen Weltmeister Brasilien.
Der Raum heisst "Rio". Hier, im 2. Stock des Basler Conference Center, sprach Ottmar Hitzfeld am Tag vor dem heutigen Testspiel gegen Brasilien zu den Medien. Neben der Eingangstür leuchtete ein Bild mit dem Zuckerhut und dem Strand Copacabana. Das hatte etwas Symbolisches, denn schliesslich wollen Hitzfeld und die Schweizer Nationalmannschaft im Juni des nächsten Jahres selber nach Brasilien reisen.
Brasilien ist aber nicht nur ein Fernziel für die Schweizer Fussballer sondern auch die aktuelle Realität. "Ich bin glücklich, dass der Verband uns die Chance gibt, gegen Brasilien zu testen", so Hitzfeld. Nach Österreich, Liechtenstein und Kroatien in den letzten Jahren startet die Schweiz diesmal gegen einen ganz Grossen ins Länderspieljahr. "Von Brasilien geht immer eine Faszination aus, es steht immer im Mittelpunkt der Fussball-Welt. Auch für mich: Mein erstes Idol war Pele", sagte Hitzfeld.
Als die Schweiz vor 30 Jahren in Basel ein Freundschaftsspiel gegen das Brasilien von Socrates, Careca, Eder und Co. bestritt, war dies der Höhepunkt schlechthin des Fussball-Jahres. 60'000 Zuschauer kamen damals ins alte St.-Jakobstadion. Es ist noch heute der Schweizer Zuschauerrekord für Länderspiele. Wie damals 1983 hat Brasilien auch morgen Mittwoch in Basel seine Stars dabei. Es ist das Team, das vor etwas mehr als einem Monat mit einem 3:0 gegen Weltmeister Spanien souverän den Confederations Cup gewann. Deshalb sagte Hitzfeld: "Dieses Spiel ist ein absoluter Höhepunkt."
Bei aller Wertschätzung für die "Seleção" und der Vorfreude auf das Duell mit dem fünffachen Weltmeister, schärft Hitzfeld in diesen Tagen aber auch bereits den Blick für die anstehenden Pflichtspiele im September gegen Island und Norwegen. "Es geht gegen Brasilien schon auch ums Sportliche und darum, dass wir gut vorbereitet sind auf das Spiel gegen Island."
Entsprechend verzichtet Hitzfeld mehrheitlich auf Experimente. Neun der elf Starter gegen Brasilien dürften im Normalfall auch im nächsten WM-Qualifikationsspiel in der Formation stehen. Etwas Neues versucht Hitzfeld nur im Abwehrzentrum, wo Timm Klose und Philippe Senderos erstmals gemeinsam verteidigen werden und Fabian Schär nach der Pause zum Einsatz kommt. Am Duo Johan Djourou/Steve Von Bergen kommen die drei vorläufig nicht vorbei, aber Hitzfeld sagte auch: "Man weiss nicht, was in drei Wochen sein wird." Djourou etwa ist derzeit verletzt und es ist nicht klar, wie viele Pflichtspiele er für den Hamburger SV bis Anfang September noch bestreiten kann.
Im Mittelfeld darf Blerim Dzemaili zeigen, weshalb er sich neben Valon Behrami in der Startformation sieht. Weil Captain Gökhan Inler gegen Island gesperrt sein wird, bekommt sein Ersatz Dzemaili diesmal einen Einsatz von Beginn weg. Damit löst sich für Hitzfeld ein heikles personelles Problem elegant. Dzemaili war im Juni nach der Nichtberücksichtigung gegen Zypern sehr enttäuscht.
Offen liess Hitzfeld, wer als Sturmspitze spielt. Solange Eren Derdiyok bei Hoffenheim ohne Perspektiven ist ("Er ist praktisch vertragslos", so Hitzfeld), hat der Coach die Wahl zwischen Haris Seferovic und Mario Gavranovic.
Mögliche Schweizer Aufstellung:
Benaglio (Wolfsburg); Lichtsteiner (Juventus Turin), Klose (Wolfsburg), Senderos (Fulham), Rodriguez (Wolfsburg); Behrami (Napoli), Dzemaili (Napoli); Shaqiri (Bayern München), Xhaka (Borussia Mönchengladbach), Stocker (Basel); Seferovic (San Sebastian). - Abwesend: Djourou (verletzt), Derdiyok, Ziegler, Emeghara, Drmic (alle nicht im Aufgebot).

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SDA-ATS