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Die Schweizer Reisebranche ist optimistisch: Kuoni rechnet mit einem guten Ergebnis im laufenden Jahr, Tui verzeichnet steigende Buchungszahlen und Hotelplan erwartet schwarze Zahlen. Doch die Krise in Ägypten schlägt den drei grossen Reiseanbietern auf die Laune.

"Schon nur in den letzten drei Wochen sind zusätzliche Kosten in der Höhe von einer Viertel Million Franken angefallen", sagte Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Mediensprecherin von Hotelplan Suisse gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Am 16. August hatte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) eine Reisewarnung für Ägypten herausgegeben.

Die leeren Hinflüge, mit welchen die Gäste anschliessend von Ägypten zurück transportiert werden, gehen ins Geld. Doch an Mehrkosten dürfte noch einiges dazukommen: "Falls die Reisewarnung demnächst aufgehoben wird, würden wir voll hinfliegen und leer zurück, was wiederum Kosten von rund einer Viertel Million Franken verursachen würde", erklärte Huguenin-dit-Lenoir.

Die Ägyptenkrise werde sich auf alle Fälle im Jahresabschluss bemerkbar machen, sagte die Sprecherin. Zwar würden rund ein Drittel der Kunden auf andere Destinationen ausweichen, die restlichen zwei Drittel hätten aber annulliert oder würden noch abwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Lage am Roten Meer ruhig

Auch bei Kuoni Schweiz hofft man darauf, dass die Reisewarnung so bald wie möglich aufgehoben wird, zumindest für die wichtige Tourismusregion Rotes Meer. "Es gibt keine Hinweise, die darauf hindeuten würden, dass Ferien am Roten Meer unratsam wären", sagte Thomas Goosmann, Chef von Kuoni Schweiz, am Donnerstag vor den Medien. Die Lage dort sei im Gegenteil sehr ruhig.

Das EDA betrachte Ägypten jedoch nicht isoliert, sondern beobachte auch die Lage in Syrien, sagte Peter Brun, Konzernsprecher von Kuoni Schweiz. Eine Intervention der USA könnte die Lage daher erneut verändern.

Falls die Reisewarnung noch länger bestehen sollte, würde auch Kuoni die Folgen zu spüren bekommen. Man rechne jedoch nicht mit einem grösseren Einfluss auf das Gesamtjahr, sagte Konzernchef Goosmann. Sollte der Reisehinweis bis Ende Oktober aufgehoben werden, käme man mit einem blauen Auge davon, so Goosmann.

Positiv sei, dass bisher rund die Hälfte aller Kunden, die Ferien in Ägypten gebucht hätten, auf andere Destinationen ausgewichen seien, sagte Goosmann. Auch Tui Suisse erklärte, dass viele Kunden umbuchen würden.

Für Gesamtjahr zuversichtlich

Von der Situation in Ägypten abgesehen geht es den Schweizer Reisekonzernen gut. Kuoni Schweiz konnte im letzten Halbjahr sowohl die Nettoerlöse als auch das Betriebsergebnis (EBIT) steigern. "Für das Gesamtjahr 2013 rechnen wir mit einem deutlich besseren Abschluss als im Vorjahr", fügte Goosmann hinzu.

Bei Tui Suisse hätten insbesondere die Buchungen für die margenstarken, konzerneigenen Konzepthotels zugenommen.

Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Sprecherin von Hotelplan Suisse, bezeichnet das bisherige Geschäftsjahr als "durchzogen". Dennoch werde man voraussichtlich schwarze Zahlen schreiben.

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SDA-ATS