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Betrüger aus der Elfenbeinküste geben sich seit Wochen als Angehörige der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) aus und haben Opfern in der Schweiz damit schon Tausende Franken aus der Tasche gezogen. Der Anfang des Schwindels ist jeweils eine Liebesgeschichte im Internet.

Ein Mann in der Elfenbeinküste verführt eine in der Schweiz lebende Frau bis zum Liebeskummer. Dann macht er sie glauben, dass der Schweizer Zoll mehrere tausend Euro beschlagnahmt habe, die ihm gehörten, wie Michel Bachar, Kommunikationsverantwortlicher der EZV, zu einer Mitteilung der EZV vom Dienstag sagte.

Um die Summe wieder freizubekommen, macht der Betrüger Gebühren geltend, die mit Ermittlungen zusammenhängen, die nach der Beschlagnahme eröffnet worden sein sollen. Er bittet die Frau um Hilfe: Sie soll für ihn die Gebühr bezahlen.

Per Mail schickt der Betrüger der Verliebten deshalb ein gefälschtes Zollzertifikat, das von einem EZV-Mitarbeiter unterzeichnet und abgestempelt ist. Verfasst ist das Dokument nach EZV-Angaben in fehlerhaftem Französisch.

Jeweils 1500 bis 2000 Franken

Die Betrüger erschwindeln sich so Beträge von jeweils 1500 bis 2000 Franken. Eine Frau aus der Region Genf, die schon mehrmals um Hilfe gebeten worden ist, hat sich allerdings schon mehr als 50'000 Franken aus der Tasche ziehen lassen. "Die Diebe spielen mit den Gefühlen ihrer Opfer, und sie sind verletzlich", erklärt Bachar.

Die EZV will mit dem Hinweis auf die Betrüger darauf aufmerksam machen, dass sie nie per Mail Gebühren einfordert. Das geschehe immer per frankiertem und abgestempeltem Brief, sagt der Sprecher. Für den Mailverkehr benutzten die Mitarbeitenden der EZV Adressen mit der Endung @ezv.admin.ch.

Zur Anzahl der bisherigen Fälle konnten weder die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) noch die EZV selbst Angaben machen.

SDA-ATS