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Ein Jahr nach der turbulenten Saison, die nach der knapp geschafften Playoff-Qualifikation im Titel gipfelte, läuft beim SC Bern alles nach Plan. Die Berner sind für die Titelverteidigung bereit.

Rückblende. Vor einem Jahr siegten die Berner in der drittletzten Runde ebenfalls 4:1 (gegen Genève-Servette). Dank dem erst vierten Sieg im 14. Spiel des Jahres 2016 hievten sie sich wieder über den Strich. Ob sie die Playoffs überhaupt schaffen würden, war zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen. Am Ende reichte es überaus knapp. Der Rest ist bekannt: Völlig losgelöst stürmte der SCB in den folgenden Wochen zum Meistertitel.

Ein Jahr später ist vieles anders. Nach dem 4:1 gegen Zug und dem neunten Sieg aus den letzten elf Partien haben sich die Berner die Teilnahme an der Champions League gesichert, zum Qualifikationssieg fehlen ihnen im schlechtesten Fall noch zwei Punkte. Souverän und praktisch ohne Probleme schaukelte sich der SCB durch die Qualifikation, Stoff für kritische Geschichten gab es kaum.

Der amerikanische Mentaltrainer Saul Miller, letzten Frühling noch als "Wunderheiler" für den SCB tätig, verdient sein Geld nun in Zug. Am Dienstag sass er in Bern auf der Tribüne, verwarf bei vergebenen Chancen der Zentralschweizer immer wieder die Hände. Die Arbeit beim EVZ geht dem Amerikaner derzeit nicht aus. Beim SCB dagegen können sie diesen Winter getrost auf seine Dienste verzichten.

"Es ist kein Vergleich zum Vorjahr", erinnert sich Verteidiger Eric Blum an die Stimmungslage aus dem Vorjahr zurück. "Wir sprechen von ganz anderen Zielen und sind mit einem ganz anderen Selbstvertrauen da draussen auf dem Eis." Und ob man lieber Erster oder Achter in der Tabelle sei, erkläre sich wohl von selbst, so der Schweizer Internationale mit einem Schmunzeln.

Nach der von Verletzungen und dem Wechsel auf der Trainerposition von Guy Boucher zu Lars Leuenberger geprägten Saison hatte vor zwölf Monaten kaum jemand noch ernsthaft mit dem SCB gerechnet. Das ist dieses Jahr anders. Den Tabellendritten Zug, der derzeit zwar schwächelt, aber immerhin noch um Platz 2 und den direkten Einzug in die Champions League gekämpft hatte, dominierten die Berner von A bis Z.

Zufrieden mit der Partie zeigte sich auch Blum: "Phasenweise haben wir vieles gut gemacht. Zug spielt eine sehr starke Saison, aber wir konnten sie teilweise über mehrere Einsätze unter Druck setzen in ihrer Zone. Das ist sicher ein Weg, den wir auch in den Playoffs gehen wollen."

Nur zu gut wissen die Berner aus dem Vorjahr, wie wenig die Leistungen der Qualifikation in den Playoffs zählen. Trotzdem sei es wichtig, jetzt schon bereit zu sein. "Es ist nicht die Zeit, jetzt nachzulassen. Wir müssen jetzt schon Playoff-Hockey zeigen. Auch in den letzten beiden Spielen", sagt Blum.

Trotz der Ruhe in der Mannschaft und im Umfeld, Parallelen zum Vorjahr gebe es trotzdem. Blum betont die "intakte Mannschaft", die "gute Stimmung", das "Feuer". Es sind jene Begriffe, welche die Berner bereits vor zwölf Monaten nach fast jedem Spiel verwendeten und die sich am Ende als eine der wesentlichen Komponente auf dem Weg zum Meistertitel erwiesen.

Vor einem Jahr kämpften die Berner lange Zeit gegen die lange Verletztenliste, das fehlende Selbstvertrauen und das (zu) starre Spielsystem Guy Bouchers. In dieser Saison blieben die Verletzungen aus und mangelndes Selbstvertrauen war nach dem Titelgewinn ohnehin kein Thema. Trainer Kari Jalonen lässt seinen Spielern zudem auf dem Eis den Freiraum, den sie unter Boucher nicht hatten.

Nach der geschafften Qualifikation für die Champions League geht es für die Berner in den verbleibenden zwei Partien um Platz 1 im Fernduell mit den ZSC Lions. "Der Qualifikationssieg ist das nächste, was wir anstreben", so Blum. Danach nimmt der SCB die Titelverteidigung ins Visier - dieses Mal von der Spitze aus.

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SDA-ATS