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Ein Tag nach der Veröffentlichung eines Berichts zum Tötungsdelikt an einer Genfer Sozialtherapeutin ist die Direktorin des Zentrums "La Pâquerette" am Donnerstag vorübergehend beurlaubt worden. Gegen sie soll zudem eine Administrativuntersuchung eröffnet werden.

Die Suspendierung sei vom Präsident des Verwaltungsrats der Genfer Universitätsspitäler (HUG) angeordnet worden, sagte Séverine Hutin, HUG-Mediensprecherin, am Donnerstag der Nachrichtenagentur sda. Sie bestätigte damit Berichte der Zeitung "Tribune de Genève".

Die Suspendierung werde am Montag dem Büro des Verwaltungsrates zur Bewilligung vorgelegt. Das Zentrum "La Pâquerette", welches sich im Genfer Gefängnis Champ-Dollon befindet, ist auf die Resozialisierung von Straftätern nach langen Haftstrafen spezialisiert.

Dort war der verurteilte Vergewaltiger inhaftiert, der am 12. September bei einem begleiteten Freigang mutmasslich eine 34-jährige Sozialtherapeutin umbrachte.

Zentrum missachtete gemäss Bericht das Gesetz

Der Bericht des früheren Staatsrates Bernard Ziegler kam zum Schluss, dass das Zentrum die Gefährlichkeit des Vergewaltigers nicht berücksichtigt habe. Zudem habe es keine Abwägung zwischen der therapeutischen Aufgabe und dem Schutz der Gesellschaft und des Personals der Einrichtung gemacht.

Nach Ansicht von Ziegler missachtete "La Pâquerette" damit das Gesetz. Bereits am Mittwoch hatte die Kantonsregierung die Genfer Universitätsspitäler dazu aufgefordert, ein Verfahren gegen die Direktorin des ihnen unterstellten Zentrums zu prüfen.

SDA-ATS