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DNA-Test bestätigt Tod Bin Ladens - Angst vor Vergeltungsaktionen

Der Tod von Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden ist nach Angaben eines US-Regierungsvertreters durch eine DNA-Analyse bestätigt. Die nach der Kommandoaktion in Pakistan einer der Leichen entnommene DNA sei identisch mit der Bin Ladens, sagte der US-Vertreter, der namentlich nicht genannt werde wollte, am Montag in Washington.

Die internationale Polizeiorganisation Interpol warnt derweil nach der Tötung von Bin Ladens vor einem erhöhten Anschlagsrisiko. Die Sicherheitsbehörden der 188 Interpol-Mitgliedstaaten wurden zu besonderer Wachsamkeit aufgerufen.

Der meistgesuchte Terrorist der Welt sei tot, aber dies sei nicht gleichbedeutend mit dem Untergang von Al-Kaida, liess Generalsekretär Ronald K. Noble am Montag in Lyon mitteilen. Das Terrornetzwerk könnte nach Einschätzung von Interpol mit neuen Gewalttaten beweisen wollen, dass es trotz des Tods von Bin Laden weiter existiert.

Ach die USA befürchten Vergeltungsaktionen und antiamerikanische Gewalt. Die Regierung rief ihre Bürger in aller Welt zu grösster Wachsamkeit auf. Reisen in besonders "brisante Regionen" sollten so weit wie möglich eingeschränkt, die Umgebung wachsam beobachtet werden. Die Warnung soll zunächst bis zum 1. August gelten.

Botschaften in Alarmbereitschaft

Die diplomatischen Vertretungen der USA wurden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Auch der britische Aussenminister William Hague ordnete eine Überprüfung der Sicherheitsmassnahmen in britischen Botschaften in aller Welt an. Grossbritannien müsse "noch wachsamer" sein als bisher, sagte er.

"Dies ist ein sehr ernster Schlag für Al-Kaida. Aber wie jede Organisation, die einen schweren Schlag erlitten hat, werden sie zeigen wollen, dass sie noch immer in der Lage sind zu operieren", sagte Hague der BBC während eines Besuchs in Kairo.

Schärfere Kontrollen an Flughäfen

An den New Yorker Flughäfen wurden die Kontrollen am Montag aus Sorge vor Vergeltungsanschlägen "erheblich verstärkt". Ein Sprecher der Verkehrsbehörde Port Authority of New York und New Jersey sagte, dass die Massnahmen "kurz nach der Rede von US-Präsident Barack Obama" im Weissen Haus ergriffen worden seien.

Ausser an den Flughäfen John F. Kennedy, Newark Liberty und LaGuardia hat die Behörde auch die Sicherheitsvorkehrungen an den Brücken und Tunneln der 15-Millionen-Metropole ausgebaut.

Patrouillen in Touristenzentren verstärkt

Die ägyptische Polizei verstärkte nach dem Tod von Osama bin Laden ihre Patrouillen in den Touristenzentren des Landes. Ein Sprecher der Polizei in Oberägypten sagte am Montag: "Für uns ist es Routine, dass wir in solchen Situationen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen."

Die Einsatzkräfte in Luxor und Umgebung seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Auch die Tempel und Ausgrabungsstätten würden stärker als sonst bewacht. Konkrete Hinweise auf mögliche Racheakte islamistischer Terroristen gegen Ausländer lagen der ägyptischen Polizei nicht vor.

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