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Der Dollar ist am Dienstagnachmittag zum Franken auf ein neues Rekordtief gefallen. Kurzzeitig sackte der "Greenback" bis auf 0.8596 Fr. ab. Damit kostete der Dollar erstmals weniger als 86 Rappen.

Händler machten dafür vor allem den Ausblick auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank verantwortlich. Danach kletterte der Dollar mit 0.8610 Fr. wieder über die Marke von 86 Rappen. Am Vortag hatte die US-Währung noch 0.8653 Fr. gekostet.

Auch der Euro sank am Dienstag gegenüber dem Franken auf 1.2798 Fr. nach 1.2832 Fr. am Vorabend. Da auf absehbare Zeit nicht mit einer Zinswende in den USA zu rechnen ist, dürfte auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) auf Zinserhöhungen verzichten, hiess es in Händlerkreisen. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs bei 1.2780 (1.2856) Fr. fest.

Augen auf EZB

"Nach dem deutlichen Anstieg am Vortag wurde der Euro durch Gewinnmitnahmen belastet", sagte Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Auch die leicht eingetrübte Stimmung an den Aktienmärkten habe den Euro etwas unter Druck gebracht. Insgesamt sei eine gewisse Konsolidierung nach den zuletzt deutlichen Kursgewinnen aber nicht ungewöhnlich.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1.4884 US-Dollar gehandelt. Am Montag hatte der Euro mit 1.4902 Dollar den höchsten Stand seit Dezember 2009 erreicht.

Im Blick steht Umlauf zufolge nun die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag. Viele Beobachter würden mittlerweile von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ein starkes Signal für eine Zinserhöhung bereits im Juni erwarten.

Sollten entsprechende Hinweise ausbleiben, könnte der Euro unter Druck geraten. Die in den USA im März stärker als erwartet gestiegenen Auftragseingänge der Industrie hätten den Markt hingegen kaum bewegt.

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SDA-ATS