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Lillinghof - Ein Doppeldecker ist bei einer Flugschau in Deutschland in die Zuschauermenge gerast und hat eine Frau getötet. 38 Menschen wurden am Sonntag bei dem Unglück in der Nähe von Schnaittach-Lillinghof nordöstlich von Nürnberg verletzt, fünf davon schwer.
Nach Augenzeugenberichten war die getötete Frau in den Propeller der Maschine geraten. Der Pilot der Unglücksmaschine blieb nach Angaben von Polizeipressesprecher Robert Sandmann dagegen unverletzt. Der Unfallort liegt rund 25 Kilometer nordöstlich von Nürnberg.
Der Doppeldecker war der Polizei zufolge beim Start zu einem Formationsflug nach rechts ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast. "Wir waren gerade beim Kaffeetrinken, als auf einmal Tische und Bänke durch die Luft flogen - und auf ein Mal hatten wir den Propeller der Maschine vor uns", berichtete ein Augenzeuge. Die Maschine kam 20 Meter vor dem Kontrollturm zum Stehen und kippte dort auf die Nase.
Warum das Flugzeug beim Starten plötzlich nach rechts ausbrach, war zunächst unklar. Mehrere Augenzeugen berichteten übereinstimmend, die Maschine habe anscheinend nicht ausreichend Tempo gehabt, um abzuheben. "Der Pilot hatte wohl die Kontrolle über sein Flugzeug verloren", sagte ein Beamter in der Nürnberger Polizeieinsatzzentrale.
Veranstaltung abgebrochen
Noch Stunden später war das havarierte Flugzeug von Neugierigen umringt. Daneben erinnerten noch herumstehende Bierbänke und ein Bierschankwagen an den Volksfestcharakter der Flugschau auf dem Segelflughafen. Die Veranstaltung wurde nach dem Unglück sofort abgebrochen.
Der Doppeldecker - ein Original-Oldtimer vom Typ Tigermoth - war bei dem vom Segelclub Lauf veranstalteten Flugtag eine der Hauptattraktionen. Zum Programm hatten auch Segelkunstflüge und Fallschirmformations-Sprünge gehört. Die Veranstalter selbst lehnten Angaben zu dem Unglück zunächst ab und verwiesen auf die Polizei.

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SDA-ATS