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Eine Woche vor dem Beginn des UNO-Nachhaltigkeitsgipfels Rio+20 hat in der brasilianischen Metropole ein Alternativgipfel begonnen. Umweltschützer, Globalisierungskritiker und Vertreter von Ureinwohnern und Religionsgruppen versammelten sich zur Auftaktsveranstaltung.

Die Organisatoren des sogenannten People's Summit im Flamengo Park rechnen mit täglich rund 15'000 Teilnehmern der Gegenveranstaltung, die von 200 Umwelt- und Sozialorganisationen getragen wird. Geplant sind mehrere Demonstrationen, darunter eine Grosskundgebung am 20. Juni.

Der Gegen-Gipfel begann mit einem eindringlichen Aufruf zum Schutz der Erde. Der 1980 an der Seite des Rockmusikers Sting weltweit bekannt gewordene 82-jährige Amazonas-Häuptling Raoni vom Volk der Kajapó rief dem Publikum zu: "Ich lebe immer noch, um gegen das zu kämpfen, was der weisse Mann uns und unserer Natur antut."

Irineu Baniwa, ein Ureinwohner aus dem nordwestlichen Bundesstaat Amazonas, äusserte Sorge über Umweltzerstörungen: "Wir wollen wissen, was die Regierungen mit den Menschen vorhaben, die immer die Wälder geschützt haben".

Der Rio+20-Gipfel, der 20 Jahre nach der Rio-Konferenz von 1992 stattfindet, beginnt offiziell am kommenden Mittwoch. Mehr als hundert Staats- und Regierungschefs werden erwartet. Bereits in dieser Woche kamen zahlreiche Regierungsvertreter zu einem Arbeitstreffen in zusammen.

Weit von Einigung entfernt

Noch sind die Delegierten aber von einer Vollendung der Abschlusserklärung noch weit entfernt. Bislang sei lediglich Einigkeit über 28 Prozent des Dokuments erzielt worden, sagte der Direktor der Abteilung für Nachhaltigkeit bei den Vereinten Nationen, Nikhil Seth.

Eigentlich hätte schon vor dem am Mittwoch eröffneten Gipfel 90 Prozent der Abschlusserklärung vorliegen sollen. Streitigkeiten zwischen den reichen und ärmeren Ländern lähmten jedoch die Verhandlungen.

An den letzten drei Konferenztagen vom 20. bis 22. Juni werden 130 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt an den Beratungen teilnehmen.

SDA-ATS