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Drei der vier Ruder-Olympiasieger treten zurück

Mit Simon Niepmann, Lucas Tramèr und Simon Schürch erklären drei der vier Ruderer, die in Rio de Janeiro Olympiasieger geworden sind, ihren Rücktritt. Ob Mario Gyr weiterrudert, bleibt offen.

Es war nach mehreren gemeinsamen WM- und EM-Titeln die Krönung ihrer erfolgreichen Karrieren, als das Quartett am 11. August vor einem Jahr in Brasilien die Goldmedaille gewann. Seither ist es um die vier Spitzenruderer ruhig geworden.

Die letzte Saison pausierten sie geschlossen, die Rücktritte von einem oder mehreren der Olympiasieger war gemeinhin erwartet worden. Nun steht fest, dass im besten Fall nur Gyr seine Karriere fortsetzen wird.

"Ich habe im Spitzensport alles erreicht, was ich mir erträumt habe. Es gibt aktuell keine sportlichen Ziele mehr, um meinem Körper und meinem Umfeld das intensive Trainingspensum nochmals aufzuerlegen", begründete Tramèr, der an anhaltenden Kniebeschwerden leidet, den Entscheid in einer Mitteilung des Schweizerischen Ruderverbandes.

Auch Niepmann und Schürch äusserten sich ähnlich; die Bereitschaft, noch einmal alles dem Rudersport unterzuordnen, fehlt bei allen drei. Niepmann, Tramèr und Schürch begannen nach Rio mit einem Studium; ihre Konzentration gilt fortan dem Berufsleben.

Nie schlechter als Zweite

Nach einem 5. Rang an den Olympischen Spielen 2012 in London trennten sich die Wege des Erfolgsquartettes vorübergehend, für zwei Jahre ruderten mit Erfolg in kleineren Booten. Auf die Saison 2015 hin schlossen sie sich wieder zusammen und beendeten in den zwei nachfolgenden Jahren keine Regatta schlechter als auf Platz 2. Dabei resultierten zweimal EM-Gold sowie 2015 der WM-Titel und der Sieg im Gesamtweltcup.

Mit dem Olympiasieg, dem ersten eines Schweizer Vierer-Bootes seit 88 Jahren, setzten sie "neue Massstäbe", wie es Verbandsdirektor Christian Stofer in der Medienmitteilung formulierte. "Sie haben dem Begriff der sportlichen Exzellenz ein Gesicht gegeben."

Olympia ohne Leichtgewichts-Vierer

Nur zu einem kleinen Teil dürften die Entscheide von Niepmann, Tramèr und Schürch im Zusammenhang mit der Streichung ihrer Disziplin aus dem olympischen Programm stehen.

Für 2020 wurde der Leichtgewichts-Vierer durch eine zusätzliche Frauen-Disziplin ersetzt. Der Schweizerische Ruderverband entschied daraufhin, vorerst keine Leichtgewichts-Boote mit Riemen mehr an offizielle Wettkämpfe zu schicken.

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