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Tamina, Scadella und Madagaskar heissen sie, die drei Bartgeier, die am kommenden Samstag im St. Gallischen Calfeisental ausgewildert werden. Das Bartgeierweibchen Tamina ist ein Jungtier aus dem Natur- und Tierpark Goldau, die zwei anderen kommen aus Spanien.

Die Jungvögel sind kaum 90 Tage alt und stammen aus einem internationalen Zuchtprogramm. Am Donnerstag wurde die geplante Bartgeierauswilderung im Sarganserland im Natur- und Tierpark Goldau vorgestellt.

Die Stiftung Pro Bartgeier will den Bartgeier wieder dauerhaft im Alpenraum ansiedeln. Dafür wurden die Auswilderungen letzten Sommer vom Schweizerischen Nationalpark in die Nordalpen verlagert, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr waren positiv: Die jungen Bartgeier entwickelten sich bestens und hielten sich in ihrem ersten Lebensjahr vorwiegend im Sarganserland und in der Innerschweiz auf.

Die drei neuen Jungvögel - die zwei Weibchen Tamina und Scadella und das Männchen Madagaskar - seien allesamt Bartgeier, die aus seltenen genetischen Linien stammten, heisst es weiter. So wird die genetische Basis der Wildpopulation verbessert und vermieden, dass Inzuchtprobleme auftauchen können.

Neue Überwachungstechnik

Die drei Bartgeier wurden bereits Ende Mai in Goldau zusammengeführt, wo sie sich aneinander gewöhnen konnten. Sie werden mit einem solarbetriebenen Sender ausgestattet. Dieser lokalisiert die Tiere über das Mobiltelefonnetz und liefert wertvolle Daten.

Denn ein Wiederansiedlungsprojekt könne nur gelingen, wenn die Tiere auch optimal überwacht würden, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Bartgeier können nun statt ein bis zwei Mal bis über 20 Mal pro Tag geortet werden.

Der Bartgeier ist ein Aasfresser, der am liebsten Knochen von verendeten Tieren frisst. Ursprünglich in Europa weit verbreitet, wurde der majestätische Vogel Anfang des 20. Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet. Seit 1987 läuft ein internationales Wiederansiedlungs-Projekt.

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SDA-ATS