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Drei Tote und viele Verletzte bei Bahnunglück nahe Mailand

Aus den Schienen gesprungen: In der Nähe von Mailand ist ein Pendlerzug entgleist; drei Menschen starben.

KEYSTONE/AP Italian firefighters Vigili del Fuoco

(sda-ats)

Bei einem Zugunglück in der Nähe von Mailand sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, als der Zug bei der Ortschaft Seggiano di Pioltello entgleiste.

Laut einer vorläufigen Bilanz der Rettungskräfte wurden zehn Personen schwer verletzt, weitere 90 wurden ebenfalls in Mailänder Spitälern behandelt. Zwei Helikopter flogen die Verletzten in die Spitäler.

Ein Zug der Bahngesellschaft Trenord war bei der Ortschaft Seggiano di Pioltello entgleist, wie Trenord bestätigte. Ein Problem mit einer Gleisweiche könnte das Unglück verursacht haben, das sich um 6.57 Uhr ereignete.

Der Zug war von der lombardischen Stadt Cremona abgefahren und hätte um 7.24 Uhr den Mailänder Bahnhof Porta Garibaldi erreichen sollen, einen Knotenpunkt des regionalen Bahnverkehrs. Der Zug bestand aus sechs Wagen, vier davon entgleisten.

An Bord waren mehrere hundert Fahrgäste. "Es war Pendlerzeit, der Zug war voll", sagte Chiara Abrosio von der Polizei in Mailand dem Sender SkyTG24.

Suche nach Eingeschlossenen

Die Unglücksstelle sei schwer zugänglich, berichtete Ansa. Auf Fotos waren Fahrgäste zu sehen, die vor Ort von Helfern versorgt wurden. Zwei Waggons waren in einem 90-Grad-Winkel verkeilt.

Stunden nach dem Unglück suchten Rettungskräfte die Waggons weiter nach möglicherweise eingeschlossenen Passagieren ab. Ein Reporter von Sky TG24 berichtete vom Unglücksort, dass noch fünf oder sechs Menschen in dem Zug eingeschlossen seien.

Das Unglück ereignete sich auf einer der meistbefahrenen Strecken des lombardischen Bahnnetzes, auf der 500 Züge am Tag rollen. Der Zugverkehr auf der Lokalstrecke wurde unterbrochen.

Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala kondolierte den Familien der Opfer und den Verletzten. "Wir müssen unsere Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit verstärken", so Sala auf Facebook.

Es handelt sich um das schwerste Zugunglück in Italien seit Juli 2016. Damals waren bei dem Zusammenstoss zweier Passagierzüge an der Adriaküste mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen.

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