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Drei Männer sind in der Nähe einer Moschee im Pariser Vorort Villiers-le-Bel durch Schüsse verletzt worden. Sie wurden getroffen, als sie nach dem Freitagsgebet in ihre Autos einsteigen wollten, wie die Staatsanwaltschaft des Départements Val-d'Oise mitteilte.

Bei den drei Verletzten handle es sich offenbar um Verwandte. Einer von ihnen wurde lebensgefährlich verwundet, ein zweites Opfer erlitt schwere Verletzungen. Der dritte Angeschossene kam demnach mit leichten Verletzungen davon.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden vier Schüsse aus einer grosskalibrigen Waffe abgefeuert, keiner davon in Richtung der Moschee. Zu den Hintergründen des Angriffs äusserten sich die Ermittler zunächst nicht.

Der Präfekt von Val-d'Oise erklärte hingegen, er gehe von einem Racheakt aus. Die Nähe zur Moschee habe keine Rolle gespielt, sagte er. Die Opfer seien der Polizei bekannt.

In dem Vorort nördlich von Paris war es Ende 2007 zu Strassenschlachten zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Krawalle hatten sich entwickelt, nachdem zwei Jugendliche mit ihrem Motorrad mit einem Polizeifahrzeug zusammengestossen und gestorben waren. Ein Polizist wurde im September zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

SDA-ATS