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Einspruch gegen ein Inserat: Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles verurteilt das Vorgehen des Vizepräsidenten. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA EFE/MIGUEL GUTIERREZ

(sda-ats)

Eine ganzseitige Anzeige in der "New York Times", in der Venezuelas Vizepräsident Tareck El Aissami die Vorwürfe einer Verstrickung in den Kokainhandel zurückweist, sorgt im südamerikanischen Land für Ärger.

Der Oppositionsführer Henrique Capriles nannte es am Donnerstag (Ortszeit) "inakzeptabel", dass inmitten einer schweren ökonomischen Krise geschätzt 150'000 US-Dollar für so eine Anzeige ausgegeben würden. "Wer hat diese ganze Seite bezahlt?" fragte Capriles. "Wissen Sie, wie viele Essen in den Schulen damit serviert werden können?"

El Aissami hatte in der "New-York-Times"-Anzeige am Mittwoch die Vorwürfe der US-Regierung von Donald Trump scharf zurückgewiesen. Vom US-Finanzministerium wird El Aissami eine Verwicklung in den Drogenhandel vorgeworfen. Er wurde auf eine Liste mit Personen gesetzt, deren Vermögen eingefroren werden und mit denen niemand aus den USA mehr Handel treiben darf. Nach Auffassung der US-Regierung kontrolliert El Aissami Drogenrouten nach Mexiko und in die USA.

Vorwurf der Bereicherung

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte die Vorwürfe als "infam" verurteilt. In El Assimis Zeit als Innenminister unter Präsident Hugo Chávez seien zwischen 2008 und 2012 insgesamt 102 Drogenhändler festgenommen und 21 in die USA ausgeliefert worden. Seit Anfang Januar ist der Mann mit syrisch-libanesischen Wurzeln Vizepräsident.

Einige Oppositionspolitiker argwöhnen, dass sich einige der seit 1999 regierenden Sozialisten auf illegalen Wegen bereichern, während das Land mit den grössten Ölreserven der Welt einem Pulverfass gleicht. Lange Schlangen vor Supermärkten prägen das Bild, überproportional viele Kinder sterben in den Spitälern - es fehlen überall Devisen für den Import von Lebensmitteln und notwendiger Medizin.

SDA-ATS

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