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Drohungen halten Syrer nicht von Demonstrationen ab

Die Syrer demonstrieren trotz Panzern. Zehntausende sind auch am Freitag trotz massiver Drohungen des Regimes nach dem Mittagsgebet auf die Strasse gegangen, um den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad zu verlangen.

Selbst in der von der Armee eingekesselten Stadt Maarat al-Noaman in der Provinz Idlib liessen es sich die Menschen nicht nehmen, ihre Verachtung für die Herrschenden zu zeigen. Weitere Kundgebungen gab es unter anderen auch im Maidan-Viertel in Damaskus, im Umland der Hauptstadt sowie in den Städten Aleppo, Banias, Homs, Hama, Abu Kamal, Kamischli und Daraa, berichteten syrische Oppositionelle auf ihren Facebook-Seiten.

In der südlichen Stadt Daraa, eine der ersten Protesthochburgen, berichteten die Regimegegner von vielen Schüssen und einrückenden Panzern der Sicherheitskräfte. Bei den landesweiten Massenkundgebungen wurden nach Angaben von Oppositionellen mindestens 16 Menschen getötet.

Vorbild Scheich Salih al-Ali

Die Demonstrationen fanden unter dem Motto "Freitag für Scheich Salih al-Ali" statt. Damit versuchen die Protestierenden nach Einschätzung von Beobachtern, die alawitische Minderheit mit ins Boot zu holen.

Der 1950 gestorbene al-Ali, Freiheitskämpfer gegen die französische Kolonialmacht, gehörte ihr ebenso an wie auch die Assad-Familie. Bislang sind die sunnitischen Muslime die tragende Säule des Aufstandes gegen das Assad-Regime.

Zu Hunderttausenden fordern sie seit drei Monaten politische Reformen in ihrem Land.

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