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In der EU gelten für die Autoindustrie ab dem Jahr 2020 neue Abgas-Höchstgrenzen. Das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Staaten hätten sich auf entsprechende Regelungen verständigt.

Dies teilte die irische EU-Ratspräsidentschaft in der Nacht zum Dienstag in Brüssel mit. Demnach soll ab dem Jahr 2020 für den Abgasausstoss eine Höchstgrenze von 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer gelten. Der Grenzwert gilt für den Durchschnitt aller Neuwagen in der EU.

Zudem verständigten sich Parlament und die Regierungen der EU-Staaten auf eine Reihe anderer Bestimmungen für die Autoindustrie. Laut Ratspräsidentschaft soll für das Jahr 2025 eine neue, noch niedrigere Höchstgrenze für den Kohlendioxid-Ausstoss festgelegt werden.

Dies solle der Autoindustrie frühzeitig ein "klares Signal" geben, damit diese ihre Autos künftig entsprechend den Anforderungen bauen könnte, erklärte Irlands Umweltminister Phil Hogan.

Umstrittene Supercredits

Vorgesehen ist in der Übereinkunft auch ein Bonussystem für die Autohersteller zur besonderen Anrechnung von Autos mit extrem niedrigen Schadstoffemissionen. Mit den sogenannten Supercredits sollen etwa Elektroautos oder andere schadstoffarme Wagen wie Hybridfahrzeuge mehrfach gezählt werden.

Im Gegenzug können die Hersteller mehr schwere Wagen mit hohen Emissionen bauen und verkaufen. Daneben soll der Benzinverbrauch von Autos künftig nicht mehr nach EU-Vorgaben gemessen werden, sondern nach neuen, internationalen Vorgaben.

Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte, mit den Regelungen seien die EU-Gesetzgeber erneut auf die "Panikmache" der Autoindustrie reingefallen, insbesondere der deutschen Hersteller, bei denen grosse Fahrzeuge einen erheblichen Teil der Produktpalette ausmachen. Der neue Grenzwert des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid sei "eine Subventionierung deutscher Spritschlucker".

Bei den Regelungen zu den Boni für besonders schadstoffarme Autos handle es sich um ein "Hintertürchen" für die Autohersteller. Folge sei, dass die neue Höchstgrenze von 95 Gramm faktisch nicht bis 2020 umgesetzt werde, sondern erst bis 2022 und bis 2023.

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SDA-ATS