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Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, entlarvt bei seinen Auftritten gerne Drogendealer - nun musste sein ältester Sohn, Paolo, aufgrund von Drogenhandelsvorwürfen von einem öffentlichen Amt zurücktreten. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA PPD/TOTO LOZANO / PRESIDENTIAL DIVISION / HANDOUT

(sda-ats)

Der älteste Sohn des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte ist wegen einer Reihe von Skandalen von seinem politischen Amt zurückgetreten. Er trete wegen "unglücklicher Ereignisse" in seinem Leben als Vize-Bürgermeister von Davao zurück.

Dies kündigte Paolo Duterte am Montag an. Zur Begründung nannte der 42-Jährige den gegen ihn erhobenen "rufschädigenden" Vorwurf, er sei in den Drogenschmuggel verwickelt, sowie den öffentlich ausgetragenen Streit mit seiner Tochter.

Der Präsidentensohn war vergangene Woche in die Schlagzeilen geraten, als er die offizielle Facebook-Seite des Bürgermeisterbüros der Hafenstadt Davao nutzte, um eine Schimpftirade auf seine Teenager-Tochter Isabelle loszulassen. Sie hatte sich zuvor in sozialen Netzwerken über ihren Vater beschwert. Duterte bescheinigte seiner Tochter, sich "blamiert" zu haben. Er führte dies aber nicht näher aus. Isabelle hatte Anfang Dezember mit Fotos von sich in Designer-Kleidung für Aufsehen gesorgt. Die Äusserungen der beiden waren am Montag nicht mehr im Netz zu finden.

Billigt Tötungen

Bereits Anfang des Jahres hatte ein Senator der Opposition Duterte vorgeworfen, den Schmuggel von Crystal Meth aus China begünstigt zu haben. Im September wies Duterte die Anschuldigungen in einer Senats-Anhörung von sich. Sein Vater, Präsident Rodrigo Duterte, führt einen gnadenlosen Anti-Drogen-Kampf. Er billigt ausdrücklich die Tötung von Kriminellen aus dem Drogenmilieu.

Aus dem Präsidentenbüro wurde der Rücktritt von Paolo Duterte zunächst nicht kommentiert. Der Vater wolle zunächst mit seinem Sohn sprechen, hiess es. Die Bürgermeisterin von Davao ist Dutertes Tochter Sara. Die Familie Duterte kontrolliert die Politik in Davao seit mehr als 20 Jahren. Der Präsident war selbst jahrelang Bürgermeister der Hafenstadt im Süden des Landes.

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SDA-ATS