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Die US-Regierung vergibt den "Jahrhundert-Auftrag" für neue Tankflugzeuge der Luftwaffe im dritten Anlauf doch wieder an den heimischen Boeing-Konzern. Der europäische Mitbewerber EADS zeigte sich enttäuscht und erstaunt.

Auch die EU-Kommission und die deutsche Regierung äusserten am Freitag ihr Bedauern über die Entscheidung des Pentagons, die 179 neuen Tankflugzeuge im Wert von mehr als 30 Mrd. Dollar bei Boeing zu bestellen. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde eine Möglichkeit verpasst, "die transatlantische Partnerschaft noch zu vertiefen".

Ihr Luftfahrtkoordinator, Staatssekretär Peter Hintze, deutete Zweifel an einem fairen Verfahren an. "Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, weil nicht ganz klar ist, ob es bei der dritten Ausschreibung tatsächlich ein faires Verfahren gegeben hat", sagte Hintze.

EADS-Chef Louis Gallois sagte, "wir fragen uns, weshalb wir verloren haben". Er forderte von der US-Luftwaffe eine umfassende Begründung. Das unterlegene Unternehmen hat nach der Bekanntgabe zehn Tage Zeit, um gegen die Entscheidung vorzugehen.

Die Absage sei zweifellos eine enttäuschende Entwicklung, sagte Gallois. Aber der Tankerauftrag sei nur eine von zahlreichen Geschäftsmöglichkeiten für den Airbus-Konzern EADS in den USA.

Pentagon: klarer Sieger

"Boeing war der klare Sieger", sagte der Staatsekretär im US-Verteidigungsministerium, William Lynn. Das Unternehmen aus Chicago - Heimatstadt von US-Präsident Barack Obama - habe ein deutlich besseres Angebot vorgelegt, das dem immer knapper werdenden Verteidigungshaushalt entgegenkomme.

Aus Verteidigungskreisen verlautete, bei den Geboten habe es einen Unterschied von mehr als einem Prozent gegeben. Boeing äusserte sich nicht zu den Preisen.

Der Chef der Verteidigungssparte, Dennis Muilenburg, erklärte aber, Boeing könne grosse Einsparungen durch eine engere Kooperation mit der Passagierjet-Abteilung erzielen.

Analysten hatten damit gerechnet, dass EADS Boeing unterbieten würde und wurden von der Entscheidung überrascht. Denn auch EADS wollte die Endmontage der Jets in den USA ansiedeln und versprach 48'000 neue Arbeitsplätze im Südstaat Alabama.

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SDA-ATS