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Ecuador droht Ölbohrungen im Amazonas-Gebiet an

Ecuador will den Betrieb von drei Ölfeldern in einem unberührten Amazonas-Naturreservat aufnehmen, sofern die internationale Gemeinschaft dem Land nicht bis Dezember 100 Millionen Dollar überweist. Dies kündigte Präsident Rafael Correa am Samstag an.

Die ecuadorianische Regierung hatte 2007 zugesagt, alle Ölfelder im Yasuni-Biosphärenreservat für ein Jahrzehnt unangetastet zu lassen, wenn die Industriestaaten 3,6 Milliarden Dollar überweisen. Dies ist die Hälfte der Summe, auf die der Wert des Öls geschätzt wird.

Für 2011 erwartete die Regierung in Quito 100 Millionen Dollar. Nach offiziellen Angaben gingen aber erst etwa 37 Millionen Dollar ein. Das Geld kam aus Chile, Spanien, Belgien und Italien. "Leider erhalten wir nicht die Reaktion, die wir erwartet haben", sagte Correa.

In den Feldern im Yasuni-Nationalpark lagern Schätzungen zufolge etwa 846 Millionen Barrel Rohöl, 20 Prozent der Vorkommen des Landes. Correa sagte, das Geld aus dem Öl werde für die wirtschaftliche Entwicklung benötigt.

Die UNESCO erklärte das betroffene Gebiet 1989 zum Biosphärenreservat. Dort leben mehr als 800 Arten von Vögeln, Amphibien und Reptilien sowie mehr als 160'000 Insektenarten. Ausserdem ist das Gebiet die Heimat der Huarani, einem Volk von Jägern und Sammlern.

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