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Edgar Salis legt sein Amt als Sportchef bei den ZSC Lions nach acht überwiegend erfolgreichen Jahren überraschend nieder.

Der 46-jährige Bündner übernimmt bei den Zürchern den neu geschaffenen Bereich des nationalen und internationalen Scoutings.

"Salis äusserte von sich aus den Wunsch nach einer Veränderung", betonte Peter Zahner, der Geschäftsführer der ZSC Lions gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Der Entscheid sei erst nach ausführlichen Gesprächen gefallen. "Die weitergehenden Begründungen von Salis bleiben indes intern. Fakt ist einfach, dass er selbst das Gefühl hatte, dass es einen Wechsel auf dieser Position geben sollte."

"Welt drehte sich weiter"

Noch einen Tag nach dem Playoff-Ausscheiden des Qualifikations-Zweiten hatte Salis im Tages-Anzeiger vom 18. März die Frage, ob er der richtige Mann für den Turnaround sei, so beantwortet: "Sorry, aber das ist eine dumme Frage. Soll ich Nein sagen? Wenn ich dieses Gefühl hätte, müsste ich jetzt den Computer einpacken und nach Hause laufen. Man findet in jedem Team gute und schlechte Transfers."

Zahner meint dazu: "Es ist klar, dass sich die Welt weiter drehte. Salis hatte zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Gespräche zur Saisonanalyse geführt. Diese ist ohnehin auch heute noch nicht abgeschlossen. Doch Edgar hatte sich durchaus auch schon früher solche Gedanken gemacht."

Schwedisches Trainer-Duo bleibt

Das Experiment mit den von Salis geholten schwedischen Trainern Hans Wallson und Lars Johansson ist laut Zahner nach nur einer Saison keinesfalls infrage gestellt. "Wir alle glauben weiterhin, dass sie die richtigen Trainer sind." Zuletzt waren die ZSC Lions zum zweiten Mal in Folge in den Playoff-Viertelfinals gescheitert. Im Vorjahr noch unter dem Kanadier Marc Crawford mit 0:4 gegen den nachmaligen Meister SC Bern, heuer mit 2:4 gegen den HC Lugano.

Mit Salis folgt gleich ein zweiter freiwilliger Rücktritt auf einem Sportchef-Posten innerhalb der Organisation der ZSC Lions. Vor einigen Wochen war bereits der frühere ZSC-Sportchef Simon Schenk als Sportchef der GCK Lions zurückgetreten. "Die beiden Personalien sind indes nicht zu vergleichen", sagt Zahner und legt Wert auf die Feststellung, dass beim Klub Verdienste sehr wohl "gewürdigt werden" und ausreichend "Wertschätzung" erhalten.

Noch keine Kandidatenliste

Während bei den GCK Lions der neue Sportchef (Patrick Hager) bereits bestimmt ist, ist die Wahl bei den ZSC Lions noch offen. Zahner: "Wir haben noch nicht mal eine Kandidatenliste. Das Stellenprofil steht, wird im Detail aber noch Anpassungen benötigen."

Salis selbst wird derweil weiter für das NLA-Team der ZSC Lions, das NLB-Team der GCK Lions sowie für den Nachwuchs der GCK/ZSC Lions arbeiten und für das Scouting verantwortlich sein. Der ausgebildete Sozialpädagoge soll künftig eng mit den Sportchefs der ZSC und GCK Lions, sowie demjenigen des Nachwuchs, Richard Jost, zusammenarbeiten. Auch die bisherigen Aufgaben im Bereich Spieler-Betreuung im GCK/ZSC Lions Nachwuchs führt Salis weiter.

Salis stiess im Januar 2009 als Sportchef zu den ZSC Lions, wo er bereits als Spieler zehn Jahre lang unter Vertrag gestanden hatte. Sein Augenmerk galt insbesondere dem Einbau von Eigengewächsen ins Fanionteam. Mit ihm als Sportchef gewannen die ZSC Lions zweimal den Schweizer Meistertitel (2012 und 2014), einmal die Champions Hockey League (2009), den Victoria Cup (2009) sowie den Schweizer Cup (2016).

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SDA-ATS