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Bei der Suche nach der Quelle der EHEC-Epidemie gibt es eine neue Spur. In einer Abfalltonne in Magdeburg wurde die grassierende Form des Darmkeims an einem Gurkenrest entdeckt. Ob der Müll zum Ursprung der Infektionswelle führt, war vorerst unklar.

Die Mülltonne in Magdeburg gehört einer Familie, die an EHEC erkrankt ist. Wie der Keim dorthin kam, war zunächst offen. "Es ist nicht klar, und wir werden nicht mehr zweifelsfrei ermitteln können, wie er dahin gelangt ist", sagte der Sprecher des Landesgesundheitsministeriums, Holger Paech. Die Gurkenreste lagen schon mindestens seit eineinhalb Wochen in der Tonne.

höhere Entschädigung für Bauern

Die EU-Kommission will zur Entschädigung der Gemüsebauern für Verluste durch die EHEC-Krise einen höheren Betrag als ursprünglich geplant bereitstellen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos schlug vor, insgesamt 210 Millionen Euro auszuzahlen.

Nach seinem ersten Vorschlag waren es 150 Millionen. Doch neun EU-Staaten, darunter auch Deutschland, hatten mehr Mittel gefordert. Wegen des Verdachts, dass Tomaten, Gurken und Salat die Ursache der lebensgefährlichen Darminfektion sein könnten, ist der Konsum dieser Produkte eingebrochen.

Auch nach anderem Gemüse ging die Nachfrage stark zurück. Die EU will deshalb auch die Produzenten von Zucchini und Paprika für Umsatzeinbussen entschädigen. Die Bauern können nach dem Vorschlag, dem die EU-Staaten noch zustimmen müssen, mindestens 50 Prozent der von Ende Mai bis Ende Juni anfallenden Umsatzeinbussen ausgeglichen bekommen.

Landwirte, die Produktionsgenossenschaften angehören, bekommen von diesen zusätzliche Ausgleichszahlungen, so dass sie Ciolos zufolge bis zu 70 Prozent des Verlustes abdecken können. Berechnungsbasis ist ein Referenzpreis für Juni. Die Entschädigungszahlungen sollen aus nicht ausgeschöpften Mitteln des Agraretats kommen.

Vernichtung von Gurken am Bodensee

Die Angst vor EHEC hat auch den Gemüsebauern auf der Bodenseeinsel Reichenau Absatzrückgänge von 80 Prozent beschert. Obwohl es in Baden-Württemberg keine Anhaltspunkte für Spuren des Erregers gebe, sei der Markt für die etwa 100 Erzeuger auf der Insel zusammen gebrochen, teilte die Reichenau-Gemüse-Vertriebsgenossenschaft mit.

Jeden Tag müssten 50'000 Gurken vernichtet werden, aktuell liege der Schaden bei den Familienbetrieben bei etwa 250'000 Euro.

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The citizens' meeting

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SDA-ATS