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Der ehemalige Fussballer Ivan Klasnic erringt einen juristischen Sieg und erhält Schmerzensgeld. Die früheren Ärzte sind einem Urteil zufolge verantwortlich für sein Nierenleiden.

Das Landgericht Bremen hat in dem seit neun Jahren dauernden Zivilverfahren den früheren Mannschaftsarzt von Werder Bremen, Götz Dimanski, und die Internistin Manju Guha verurteilt. Ihnen seien grobe Behandlungsfehler unterlaufen.

Die Ärzte müssen Klasnic ein Schmerzensgeld in Höhe von 100'000 Euro zahlen. Ausserdem haften sie für alle Behandlungskosten. Zudem hat Klasnic Anspruch auf Schadenersatz für den entstandenen Verdienstausfall. Die Höhe müsse allerdings noch in einem weiteren Verfahren ermittelt werden.

Klasnic hatte die Schadenssumme in seiner Klage mit einer Million Euro beziffert. Der 37-jährige Kroate spielte von 2001 bis 2008 für den deutschen Bundesligisten Werder Bremen. Seit 2007 wurden ihm zwei Nieren transplantiert, heute muss er dreimal pro Woche zur Dialyse. Seine Karriere hatte der langjährige kroatische Internationale trotz der Transplantationen erst 2013 beendet.

Nach Auffassung des Gerichts hätten die Ärzte die schlechten Nierenwerte des Fussballers ab Mai 2003 erkennen und behandeln müssen. Dies sei nicht geschehen. Zwei Gutachter hatten in dem Verfahren eine ganze Kette von Fehlern in der Behandlung ausgemacht. Diese seien ursächlich dafür, dass die Nierenfunktion sich kontinuierlich verschlechterte und schliesslich ausfiel.

Unterdessen wartet Klasnic weiter auf eine Spenderniere, weil die jetzige seines Vaters nicht mehr genügend leistet. Die durchschnittliche Wartezeit dafür beträgt sieben Jahre.

SDA-ATS

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