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Bei der Explosion von drei Kesselwagen eines Güterzuges mit giftigen Chemikalien in Belgien ist am Samstag ein Mensch gestorben. 17 weitere wurden beim Zugunglück verletzt.

Dies teilte die Pressestelle der Provinz Ost-Flandern mit. Sie korrigierte damit Angaben, die der Gouverneur Jan Briers kurz zuvor vor der Presse machte: Er hatte von zwei Toten und 14 Verletzten gesprochen.

Sechs Kesselwagen eines insgesamt 13 Tankwaggons zählenden Güterzuges waren am Samstag gegen 02.00 Uhr aus noch unbekanntem Grund im Ort Wetteren östlich von Gent entgleist und umgestürzt.

Der Feuerwehr gelang es nicht, das Feuer zu löschen. Sie liess die drei Kesselwagen auch am späten Samstagnachmittag noch kontrolliert abbrennen. Damit werde die Entstehung zusätzlicher giftiger Dämpfe vermieden, sagte ein Sprecher.

Eine hohe Säule schwarzen Rauchs stand während des ganzen Samstags über dem Ort. Die Behörden ordneten die Räumung aller Häuser und Wohnungen in einem Umkreis von 500 Metern an. Rund 250 Menschen wurden in einem Gemeindehaus untergebracht. Andere Einwohner wurden angewiesen, daheim zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten.

Opfer sind Anwohner

Briers wollte Medienberichte über giftige Dämpfe als Todesursache nicht bestätigen. Dies müsse noch festgestellt werden. Bei dem Toten und den Verletzten handle es sich aber um Anwohner.

Die Rettungskräfte spülten die Kanalisation in der Umgebung der Unfallstelle durch, nachdem Chemikalien in die Siele gelaufen waren. Die Werte seien nach der Spülung wieder normal gewesen, hiess es. Zu den Chemikalien, die in Brand gerieten, gehört auch das sehr giftige und leicht entzündliche Acrylnitril, das zur Kunststoffherstellung verwendet wird.

Warum die Kesselwagen aus den Schienen sprangen, blieb zunächst unklar. Das Unglück ereignete sich, als der Güterzug nach einer Baustelle an einer Weiche das Gleis wechselte.

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SDA-ATS