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Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet spricht vor dem Nationalkongress in Valparaíso.

KEYSTONE/EPA EFE/SEBASTIAN SILVA

(sda-ats)

Am Rande einer Ansprache von Chiles Präsidentin Michelle Bachelet im Nationalkongress ist eine Demonstration ausser Kontrolle geraten. Ein Sicherheitsmann kam dabei am Samstag ums Leben.

Es wurden Molotowcocktails geworfen, mehrere Gebäude in der Hafenstadt Valparaíso, wo sich der Nationalkongress befindet, gingen in Flammen auf, darunter eine Apotheke und ein Gebäude der Stadtverwaltung. Wie das Portal "La Tercera" berichtete, erstickte der Wächter eines Gebäudes nach starker Rauchentwicklung.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben des Verwaltungschefs der Region Valparaíso, Gabriel Aldoney, wurden mindestens 19 Personen festgenommen.

In der Hafenstadt, rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt, warb Bachelet für einen Pakt, um die Wirtschaftsleistung zu steigern. Der 21. Mai ist als "Tag der Marine" ein Feiertag in dem Land.

Die Zustimmung zu der sozialdemokratisch orientierten Bachelet ist auf 30 Prozent gefallen. Draussen demonstrierten soziale Bewegungen und Studenten für mehr Sozialreformen.

Bachelet verurteilte die Gewalteskalation scharf. Innenminister Jorge Burgos betonte: "Alle haben das Recht zu demonstrieren, aber diejenigen, die für diese Aktionen verantwortlich sind, werden zur Rechenschaft gezogen."

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SDA-ATS