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Im Jemen ist bei Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten am Abend mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Hunderte seien bei den Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Sanaa sowie der südlich davon gelegenen Stadt Tais verletzt worden.

Dies meldeten Spitalmitarbeiter und Einwohner. In Stadt Tais versuchten Augenzeugen zufolge am Abend Demonstranten eine Polizeisperre zu durchbrechen, um zu einem Präsidentenpalast zu marschieren.

Sie seien von Sicherheitskräften mit scharfer Munition und Tränengas beschossen worden. Dabei wurden nach Angaben des Fernsehsenders Al Jazeera bis zu 500 Menschen verletzt.

In der Hauptstadt Sanaa seien am Abend Sicherheitskräfte gegen Regimegegner mit scharfer Munition, Tränengas, Wasserwerfern und Schlagstöcken vorgegangen. Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur dpa, 10 Menschen seien von Kugeln getroffen worden. Spitalmitarbeiter sprachen von mindestens 200 Verletzten.

Erneut hatten sich Zehntausende Demonstranten in mehreren Städten des Landes aus Protest gegen die Erschiessung von Regimegegnern an Kundgebungen der Opposition beteiligt. In Sanaa und weiteren Städten forderten die Regierungsgegner den Rücktritt des seit über 30 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Salih.

Am Freitag hatten Sicherheitskräfte zum wiederholten Mal auf Salih-Gegner geschossen und dabei vier Demonstranten getötet. Nach Schätzungen der Opposition haben Sicherheitskräfte bei den Zusammenstössen in den vergangenen Wochen bislang mehr als 100 Demonstranten erschossen und tausende verletzt.

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SDA-ATS