Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Polizeibeamte der Spurensicherung untersuchen in Schutzanzügen den Tatort.

KEYSTONE/dpa/A4211/_MARKUS SCHOLZ

(sda-ats)

Ein Mann hat in einem Hamburger Supermarkt bei einem Messerangriff einen Menschen getötet und auf seiner Flucht sechs weitere Menschen verletzt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Bei dem Mann mit dem Messer handelt es sich der Polizei zufolge um einen 26-Jährigen, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde. Sein Motiv blieb unklar.

Ob seine Tat einen terroristischen Hintergrund hat, sei bislang noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in diese Richtung werde ermittelt. Der Staatsschutz sei eingeschaltet. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete der "Tagesspiegel", der Verdächtige sei den deutschen Behörden als Islamist bekannt.

Nach Angaben des Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz handelt es sich bei dem Täter "offensichtlich um einen Ausländer, der ausreisepflichtig war". Er habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er keine Papiere hatte, teilte Scholz am Freitagabend mit. Den Opfern und Angehörigen drückte er sein Mitgefühl aus.

Fünf Menschen wurden nach Angaben der Polizei durch Messerstiche teils schwer verletzt, ein weiterer wurde verletzt, als er half, den Tatverdächtigen zu überwältigen.

Wahllos auf Kunden eingestochen

Der Mann war am Freitagnachmittag in einer belebten Einkaufsstrasse im Stadtteil Barmbek in das Geschäft gekommen und hatte laut der Polizei mit einem Küchenmesser wahllos auf Kunden eingestochen. Anschliessend flüchtete er, wurde aber von Passanten verfolgt und schliesslich überwältigt. Hinweise auf einen zweiten Täter gab es laut Polizei zunächst nicht.

Augenzeugen berichteten, der Täter habe auf seiner Flucht mehrfach "Allahu Akbar". Dies bedeutet übersetzt "Gott ist gross". Es gab in der Vergangenheit mehrfach Terroranschläge islamistischer Extremisten, bei denen die Täter diesen Ausruf verwendeten.

"Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Einschätzung seriös nicht möglich", sagte ein Sprecher der Polizei am Nachmittag zu einem möglichen Terror-Hintergrund der Tat. Ein Raubmotiv schloss die Polizei aus.

Rettungskräfte mit Grossaufgebot

Ein 50-jähriger Mann starb bei der Messerattacke. Daneben wurden eine 50-jährige Frau und vier Männer im Alter zwischen 19 und 64 Jahren durch Messerstiche zum Teil schwer verletzt. Ein 35-Jähriger wurde zudem bei der Überwältigung des Messerstechers verletzt.

Kurz nach der Tat sicherten schwerbewaffnete Polizisten den Tatort. Rettungskräfte rückten mit einem Grossaufgebot an, auch ein Rettungshelikopter landete auf der Strasse. Es komme zu Strassensperrungen, teilte die Polizei mit. "Bereich bitte weiträumig umfahren!", schrieb sie bei Twitter.

Am frühen Abend waren die meisten Einsatzkräfte wieder abgerückt. Beamte der Spurensicherung untersuchten in weissen Schutzanzügen den Tatort. Ausserdem bat die Polizei die Bevölkerung auf Twitter um Mithilfe und um die Zusendung von Videos und Handy-Aufnahmen vom Tatgeschehen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS