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Bei einem Ballonabsturz in Montbovon FR am Dienstagmorgen ist ein amerikanischer Tourist ums Leben gekommen. Seine Frau und die beiden Töchter wurden schwer verletzt und schweben in Lebensgefahr.

Der Ballon berührte kurz vor der Landung eine Hochspannungsleitung. Nachdem er diese berührte, fiel er ungefähr 50 Meter in die Tiefe, wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte. Rettungskräfte versuchten vergeblich, den 55-jährigen Vater wiederzubeleben. Er verstarb noch am Unfallort.

Seine 55-jährige Frau und die Töchter im Alter von 20 und 24 Jahren überlebten schwer verletzt und befinden sich in Lebensgefahr. Sie wurden von Helikoptern in Spitäler in Bern und Lausanne gebracht.

Der Ballonfahrer - ein 65-jähriger Schweizer - wurde ebenfalls schwer verletzt. Er schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr und wurde von einer Ambulanz ins Spital gebracht.

Die genauen Umstände des Ballonunglücks sind noch unklar. Gemäss der Freiburger Kantonspolizei startete der Ballon um 6.30 Uhr in Château-d'Oex VD und war auf dem Weg nach Montbovon FR.

Landeplatz gilt als sicher

Der Landeplatz Comba d'Avau bei Montbovon gilt als sicher, obwohl mehrere Hochspannungsleitungen die Region durchziehen. Man wisse, wo sich die Hochspannungsleitungen befänden und man sehe die roten Kugeln, welche die Leitungen signalisierten, sagte Ballonfahrer Raphaël Zuccollo am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Zuccollo fährt für das Unternehmen Sky Event in Château d'Oex und betonte, dass der betroffene Ballon nicht zu diesem Unternehmen, sondern zu einem Privatunternehmen gehörte. Zuccollo flog am Dienstag ebenfalls.

"Ich bin um 6.40 Uhr von Château-d'Oex gestartet und in Charmey FR um 8.10 Uhr wieder gelandet. Die Bedingungen waren perfekt, mit einem Wind von 30 km/h auf 3000 Meter über Meer. Die Sicht war gut", sagte Zuccollo, der seit 2001 in der Region fliegt.

Seiner Ansicht nach könnte der Unfall eher auf von der Hitze verursachte Turbulenzen zurückzuführen sein als auf eingeschränkte Sicht.

Unfall- und Strafuntersuchung eröffnet

Die Hochspannungsleitung gehört der Groupe E. Sie verbinde Montbovon mit Châtel-Saint-Denis, sagte Christophe Kaempf, Mediensprecher der Groupe E, auf Anfrage. Die Stromzufuhr sei beim Zusammenstoss automatisch abgeschaltet worden.

Danach sei sie ebenfalls automatisch wieder aufgenommen worden. Die Stromleitung erlitt keine nennenswerten Schäden. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) eröffnete zum Unfall eine Untersuchung. Zugleich wurde eine Strafuntersuchung eröffnet.

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SDA-ATS