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Die Young Boys nehmen für die am Wochenende beginnende Super League 2018/19 eine Rolle ein, die sie seit einer Generation nicht mehr kennen. Der Titelverteidiger startet als Gejagter.

1986/87, als YB letztmals als Meister in eine neue Saison startete, resultierte am Ende nach 30 Spielen unter 16 Teams der 10. Rang. Wie haben sich die Zeiten geändert. YB ist längst dem Mittelmass entflohen. Seit 2008 gehörten die Berner mit einer Ausnahme (2013/7. Platz) stets zu den Top 3 der Super League, sieben Mal sogar zu den Top 2.

Dass YB im Frühling 2019 diese gleich schlechte Platzierung wie nach der letzten Nach-Meister-Saison stehen hat (und damit absteigen würde), kann so gut wie ausgeschlossen werden. Denn die Ambitionen nach dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren sind ganz andere. "Wir können nach der letzten Saison nicht sagen, wir wollen Zweiter oder Dritter werden", sagte Gerardo Seoane, der Nachfolger des zum deutschen Cupsieger Eintracht Frankfurt weitergezogenen Meistertrainers Adi Hütter. "Wir sind maximal ambitioniert."

Die Young Boys starten mit dem (bislang geltenden) Vorteil zur Aufgabe Titelverteidigung, keine einschneidenden personellen Veränderungen erfahren zu haben. Die Stammkräfte haben allesamt weiterlaufende Verträge, der sich mit Fortdauer der Transferperiode bis Ende August erhitzende Markt könnte aber gleichwohl noch Wechsel ergeben. Bislang hat YB sämtliche Angebote kategorisch abgelehnt - was aber nicht heissen soll, dass das bei finanziell unmoralischen Offerten so bleibt. "Wir werden sicher vor Qualifikationsspielen im Europacup keine Schlüsselspieler abgeben", betonte Sportchef Christoph Spycher.

Basels heikle Ausgangslage

Mit dem Problem von wichtigen Abgängen sah sich dafür einmal mehr der FC Basel konfrontiert, er wurde aber immerhin grosszügig entschädigt. Für die in europäische Top-5-Ligen gewechselten Tomas Vaclik, Michael Lang und Mohamed Elyounoussi soll der abgelöste Dauermeister rund 30 Millionen Franken eingenommen haben. Das zur Verfügung stehende Geld allein löst die Schwierigkeit des Vereins aber nicht von selber. Die Ergebnisse auf dem Platz kann sich der FCB nicht kaufen.

Basels Verantwortungsträger wissen, dass sie die erfolgsverwöhnten Fans nach dem ersten titellosen Jahr seit 2009 wieder zufriedenstellen müssen. In erster Linie gilt das für Trainer Raphael Wicky. Der 41-jährige Walliser betonte aber, dass er den Druck nicht als grösser empfinde als im letzten Jahr. "Ich spüre einen sehr grossen Rückhalt."

Die Frage wird sein, wie schnell Wicky den FCB auf Kurs Richtung Zielsetzungen bringen kann. Denn die Ansage an die Konkurrenz ist klar. "Der Titel muss zurück nach Basel", gab Sportchef Marco Streller vor. Und Präsident Bernhard Burgener sagte, er wolle den Meistertitel und nicht "es wäre schön. wenn wir ihn holen". Als internationales Minimalziel gab Burgener die Europa League vor, "dazu wollen wir in den Cupfinal". Was also geschieht, wenn der Start in die Meisterschaft misslingt und wenn Basel in der Champions-League-Qualifikation an der ersten Hürde (PAOK Saloniki) strauchelt?

YB, Basel - und dann?

Hinter dem vermutlich unantastbaren Spitzenduo möchte sich in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg der Cupsieger FC Zürich positionieren. "Ich will, dass wir diesen Abstand so schnell wie möglich verkleinern. Die beiden Grossen haben in den letzten Jahren sehr gut gearbeitet, aber wir müssen sie wieder härter bedrängen, ohne die Realität aus den Augen zu verlieren", sagte FCZ-Trainer Ludovic Magnin.

Auch die Grasshoppers streben nach einer missglückten letzten Saison nach Höherem. "Wir wollen keine grosse Klappe haben", so GC-Coach Thorsten Fink, "aber von Rang 9 aus ist eine Top-5-Klassierung machbar. Das Team hat diese Qualität. Unser mittelfristiges Ziel ist auch, vor dem FCZ zu stehen."

Neben den Young Boys erhielten mit den Europacup-Teilnehmern Luzern (René Weiler für Seoane) und St. Gallen (Peter Zeidler) zwei weitere Klubs einen neuen Trainer. Für sie wäre die Wiederholung des 3. respektive des 5. Platzes als Erfolg zu werten. Gerade in St. Gallen mit 19 und in Sitten mit 20 Mutationen veränderten sich die Spielerkader massiv, eine Prognose gestaltet sich relativ schwierig.

Ein Trio gegen den Abstieg

Wie das Meisterrennen zeichnet sich auch der Kampf gegen den Abstieg einigermassen deutlich ab. Thun, das seit dem Wiederaufstieg vor acht Jahren nie schlechter als Siebter war, verstärkte sich gemäss seinen finanziellen Möglichkeiten. Gleiches lässt sich von Lugano sagen. Diese beiden Teams werden sich eher mit dem Ligaerhalt beschäftigen müssen als mit den Europacup-Plätzen.

Nach dem Abstieg von Lausanne-Sport vertritt neben dem FC Sion auch Neuchâtel Xamax die Westschweiz wieder in der Super League. Nach dem Zwangsabstieg im Januar 2012 begann der dreifache Schweizer Meister in der 2. Liga interregional neu, nun ist er zurück in der höchsten Liga. Unter Michel Decastel, dem dienstältesten Trainer der Liga, hat Xamax seit Oktober 2015 nie zweimal in Serie verloren. Deshalb sagte der weitgereiste Coach: "Es muss jedem bewusst sein, dass sich die Ausgangslage für uns ändert und dass es Niederlagen geben wird. Wir sind zwar ein Aussenseiter - aber ein guter!"

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SDA-ATS