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Eine Verhaftung nach tödlicher S-Bahn-Attacke in Rostock

Nach der tödlichen Attacke auf einen 44-Jährigen an einem S-Bahnhof im norddeutschen Rostock ist ein Tatverdächtiger in Haft genommen worden. Zwei weitere junge Männer kamen nach einigen Stunden wieder frei.

Gegen einen 24-jährigen Angreifer wurde am Freitag Haftbefehl erlassen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die drei Männer hätten sich in einem Laden in Warnemünde versteckt und seien wenige Stunden nach dem Vorfall noch am Donnerstagabend gefasst worden. Die entscheidenden Hinweise kamen laut Polizei von den Aufzeichnungen der Videokameras an den Bahnsteigen.

Ein Video dokumentiere grosse Teile der Gewalttat. "Wir können einzelne Tatbeteiligungen deutlich zuordnen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Rostock, Klaus Müller.

Zwei Männergruppen, die auf den Zug warteten, stritten auf dem Rostocker S-Bahnhof Warnemünde darüber, wer das bessere Transportmittel für Getränke und Proviant für den Auffahrtstag dabei hatte. Die eine Gruppe war mit einem Handwagen unterwegs, die andere mit einem Einkaufswagen.

Mit Gesicht aufgeschlagen

Nachdem diese erste Auseinandersetzung ohne nennenswerte Verletzungen beendet war, ging der 24-jährige Hauptverdächtige ersten Ermittlungen zufolge auf das spätere Opfer zu und versetzte ihm einen massiven Faustschlag gegen den Hinterkopf. Der Angegriffene schlug offenbar mit dem Gesicht auf dem Bahnsteig auf.

Das Opfer war von einem Notarzt zunächst wiederbelebt worden, später an den schweren Verletzungen auf dem Weg in eine Klinik aber gestorben.

Der Fall erinnere an die tödliche Attacke auf einen Mann in München, sagte Oberstaatsanwalt Müller. Der deutsche Geschäftsmann Dominik Brunner war im September 2009 an einem Münchner S-Bahnhof von Schülern zusammengeschlagen worden und starb.

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