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Der EU-Einheitsführerschein kommt: Von diesem Samstag an werden die Permis europaweit nur noch als Plastikkarten ausgegeben. Im Gegensatz zu den üblichen, lebenslang gültigen Fahrerlaubnissen müssen die neuen Dokumente nach fünfzehn Jahren ausgetauscht werden.

Eine neue Prüfung muss dafür aber nicht abgelegt werden, ein Gesundheitstest wird ebenfalls nicht fällig. Für Bus- oder Lkw-Fahrer gelten allerdings schärfere Regeln.

Der regelmässige Umtausch soll laut EU-Kommission für einen zeitgemässen Fälschungsschutz sorgen - etwa durch Hologramme. Ausserdem ist der Besitzer bei Polizeikontrollen leichter zu identifizieren, wenn das Foto höchstens 15 Jahre alt ist.

"Gefälschte Führerscheine sind eine Lizenz zum Töten", sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas am Freitag in Brüssel. "Deshalb brauchen wir Führerscheine, die leicht zu lesen, leicht zu verstehen und sehr schwer zu falsifizieren sind." Derzeit gibt es nach Angaben der EU-Kommission mehr als 110 verschiedene Fahrerlaubnis-Formate in Europa.

Keine sofortige Umtauschpflicht

Eine sofortige Umtauschpflicht besteht nicht, bereits ausgestellte Führerscheine bleiben noch zwanzig Jahre gültig. Wer für Fernreisen einen internationalen Führerschein braucht, muss allerdings schon vor 2033 umstellen.

Auch wenn vorerst kein Zwang zum Umtausch besteht, schimpfen Kritiker schon länger über den Verwaltungsaufwand. So spricht etwa die deutsche Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände vom "Hyperbürokratismus".

Neben den Führerscheinen ändern sich am 19. Januar auch die Vorschriften für mehrere Fahrzeugklassen. So werden zum Beispiel drei- oder vierrädrige Krafträder (Trikes und Quads) anderen Klassen zugeordnet.

Sanktionen gelten europaweit

Wem in einem EU-Staat der Führerschein abgenommen wurde, soll sich zudem nicht einfach in einem anderen europäischen Land eine neue Fahrerlaubnis besorgen können. Sanktionen wie Führerscheinentzug gelten künftig europaweit. Bei der Umsetzung soll den Behörden ein neues Datenaustauschsystem helfen.

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SDA-ATS