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Einsparungen haben der ältesten Bank der Welt, Monte dei Paschi, zu einem Gewinn verholfen. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/MATTIA SEDDA

(sda-ats)

Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena hat mit Hilfe von Kostensenkungen erneut einen Gewinn erzielt. Trotz sinkender Erträge und dem Abzug von Kundengeldern erreichte das traditionsreiche Geldhaus im dritten Quartal einen Überschuss von 91 Millionen Euro.

Im Quartal davor hatte die Bank noch 101 Millionen Euro Gewinn gemacht, wie das verstaatlichte Institut mitteilte. Die Kosten sanken wegen des Stellenabbaus um 3,5 Prozent.

Doch der italienische Haushaltsstreit hinterlässt auch bei Monte Paschi Spuren: Die Vermögensverwaltung schwächelte und das Kapitalpolster schmolz. Die im 15. Jahrhundert gegründete Bank ist das älteste noch bestehende Geldhaus der Welt.

Die Konzernerträge gingen im Quartal um 2,7 Prozent zurück, insbesondere weil Kunden weniger Investmentprodukte kauften. Zudem zogen sie zwischen Juli und September Geld von ihren Girokonten ab, die Kundengelder schrumpften um 1,4 Milliarden Euro.

Der Haushaltsstreit zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission hat die Renditen der italienischen Anleihen in den vergangenen Monaten in die Höhe getrieben, der Wert der Papiere in den Bankbilanzen schrumpft. Die harte Kernkapitalquote von Monte Paschi sank nach Übergangsvorschriften per Ende September von 13 Prozent im Juni auf 12,8 Prozent.

Noch immer sitzt die Bank auf einem Berg fauler Kredite. Sie arbeite daran, weitere Darlehen im Volumen von bis zu 3,3 Milliarden Euro zu veräussern. Dadurch wurde die Quote der faulen Kredite in der Bilanz auf rund 16 Prozent von 19,4 Prozent Ende September fallen, erklärte das Institut. Monte Paschi war wegen eines Bergs an faulen Krediten in Schieflage geraten und musste im vergangenen Jahr vom Staat gerettet werden.

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