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Eisbär Knut ist an einer tödlichen Hirnveränderung gestorben - und nicht an Stressfolgen oder einem Gendefekt. Die Analyse im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hat nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa eine folgenschwere Erweiterung der Hirnwasserkammern ergeben.

Knut starb bei einer Art Anfall schnell, war aber beim Sturz ins Wasser nicht sofort tot. Er hatte Wasser in der Lunge. Ertrinken war aber nicht die Todesursache.

Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz soll an diesem Donnerstag im Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) alle Daten erhalten.

Um die Ursache für den Tod Knuts am Nachmittag des 19. März im Zoologischen Garten hatte es zahlreiche Spekulationen und emotionale Debatten unter den Fans in der ganzen Welt gegeben.

Im Alter von nur vier Jahren war der Eisbär in seinem Gehege zusammengezuckt, hatte sich mehrmals im Kreis gedreht, war ins Wasser gefallen und vor den Augen mehrerer Hundert Besucher gestorben.

Nach Informationen der dpa hatte das Tier angesichts der schweren Hirnerkrankung keine Überlebenschance. Die Druckverhältnisse im Gehirn seien so dramatisch verändert gewesen, dass das Tier unvermeidlich auch gestorben wäre, wenn es festen Boden unter den Füssen behalten hätte und nicht ins Wasser gestürzt wäre.

Hinweise auf starken Stress wurden bei der Analyse von Hirnschnitten und anderen Organen nicht gefunden. Solche Spuren hätten sich zum Beispiel in den Nebennieren finden können. Zahlreiche Knut-Fans und Zoo-Besucher hatten über längere Zeit Kritik daran geübt, dass Knut von den drei Eisbärinnen Tosca, Nancy und Katjuscha "gemobbt" worden sei.

Auch Hinweise auf einen epileptischen Anfall oder auf klassische Gen-Defekte wurden nicht gefunden. Tierschutz-Organisationen hatten Vermutungen angestellt, der Tod sei die Folge von Inzest. Von neun Eisbären, die Knut-Vater Lars gezeugt hat, sind sieben vorzeitig gestorben. Lars soll selbst aus einer Inzucht-Verbindung stammen.

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SDA-ATS