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Schwimmen - Der frühere Schwimmtrainer Flavio Bomio (71) ist in Lugano wegen Kindesmissbrauchs zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Tessiner hatte mindestens 15 Buben zu sexuellen Handlungen gezwungen.
Der ehemalige Präsident des Schwimmclubs Bellinzona und ehemalige Schweizer Nationaltrainer hatte seine Opfer während über zehn Jahren missbraucht. "Er handelte mit Vorsatz", betonte Richter Marco Villa. Bomio habe die Konsequenzen seiner Taten einschätzen können und gezielt seine Autorität und sein Ansehen eingesetzt. Die Opfer hätten keine Chance gehabt, sich dem zu entziehen.
Entsprechend ging das Strafgericht von einer sehr schweren Schuld aus. Die Missbräuche reichten laut Anklageschrift von Berührungen des Intimbereichs beim Duschen und bei Massagen bis hin zu Analverkehr. Meist sei den Jugendlichen der Ausstieg nur über einen Abbruch ihrer Sportkarriere gelungen. Bomio wurde wegen sexueller Nötigung, Schändung und Kindesmissbrauchs schuldig gesprochen. Zudem wurden Entschädigungszahlungen in Höhe von rund 170'000 Franken angeordnet.
Zwar wurden vor Gericht nur Handlungen in den Jahren 1998 bis 2011 beurteilt. Der erste bekannte Fall soll jedoch bereits 40 Jahre zurückliegen. Die Missbrauchsfälle kamen ans Licht, nachdem zwei mittlerweile erwachsene Opfer Anzeige erstattet hatten.
In den Achtzigerjahren war Bomio Schweizer Nationaltrainer und an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney Delegationsleiter des Schwimmteams.

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SDA-ATS