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Bern - Noch nicht genug: Der Milchverarbeiter Emmi hat nach den jüngsten Zukäufen in den USA Hunger auf mehr. Es sei möglich, dass dieses Jahr noch weitere kleinere Akquisitionen hinzukommen, sagte Emmi-Chef Urs Riedener im Interview mit der Zeitung "Sonntag".
In der vergangenen Woche hatte Emmi bekannt gegeben, in den USA die kalifornische Ziegenkäse-Spezialistin Cypress Grove Chèvre zu übernehmen. Zugleich hat sie die Beteiligung an der CASP (Contract Aseptic & Speciality Packaging) auf 100 Prozent erhöht.
Das Ausland-Geschäft ist für das Wachstum von Emmi wichtig. "Wenn wir dieses Wachstum und die nötige Profitabilität nicht erreichen, müsste man sich in ein paar Jahren nochmals kritisch die Frage stellen, wer der beste Eigentümer dieser Firma ist", so Urs Riedener.
Eigentümer des Unternehmens sind die Schweizerischen Milchproduzenten. Diese sollten gemäss Riedener interessiert sein an Emmis Erfolg im Ausland. "Wir exportieren Milch von 2800 Bauernbetrieben pro Jahr. Wenn wir im Ausland nicht erfolgreich sind, können diese 2800 Bauernbetriebe nicht überleben."
Eines der dringlichsten Probleme der Branche sei der Überschussabbau. Unter anderem nennt Riedener als Grund für den Milchsee und die Butterberge die produktiveren Kühe. "Seit 2006 geben die Kühe etwa 5 bis 6 Prozent mehr Milch. Das führt zu dieser Mehrmenge. Insofern bräuchte es heute also 5 bis 6 Prozent weniger Kühe", so Riedener. "Oder anders gesagt: Wir haben rund 40'000 Kühe zu viel."

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SDA-ATS