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Empa-Forscher haben gemeinsam mit einer Appenzeller Firma einen neuartigen Kunstrasen entwickelt. Die Rasenfasern richten sich dank ihres harten Kerns immer wieder auf - und ihre weiche Hülle verhindert, dass sich Fussballer Hautschürfungen oder Verbrennungen zuziehen.

Immer mehr Fussballvereine verlegen in ihrem Stadion nicht mehr Natur- sondern Kunstrasen. Diese sind robust, allwettertauglich und langlebig, wie die Empa am Donnerstag mitteilte. Weil darauf das ganze Jahr über trainiert und gespielt werden könne, seien die Kunstunterlagen nicht nur im Spitzenfussball kaum mehr wegzudenken.

Bisherige Kunstrasen wiesen laut Empa aber Mängel auf: Entweder bestehen sie aus starren Polyamidfasern, die sich nach Belastungen zwar wieder aufrichten, bei Stürzen aber oft zu Verbrennungen und Schürfungen führen. Oder sie sind aus weichem Polyethylen gefertigt, das hautfreundlich ist, aber nach einer Weile "umgeknickt" bleibt.

Zufriedene Spieler

Daraufhin wurde versucht, die weichen Halme mit Sand oder Granulat zu stützen. Heutzutage sind Rasen mit Granulatfüllung laut der Empa weit verbreitet. Allerdings benötigten solche Rasen eine enormen Wartungsaufwand und verursachten somit hohe Kosten.

Der neue Rasen, den Experten an der Empa St. Gallen gemeinsam mit dem Appenzeller Kunstrasenhersteller Tisca Tiara entwickelt haben, ist nun sowohl weich als auch langlebig. Die Fasern bestehen aus mehreren dünnen Polyamidkernen, umgeben von Polyethylen. So sind sie innen hart und aussen weich.

Die Stehauf-Qualität der Fasern sei über Jahre gewährleistet, schreibt die Empa. Zudem komme der Rasen seinem Vorbild, dem Naturrasen, auch optisch sehr nahe. In Bürglen TG und Ecublens VD wurde der neue Kunstrasen bereits verlegt - "zur vollsten Zufriedenheit der Spieler", heisst es in der Mitteilung.

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SDA-ATS