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Das Foto eines Algeriers, der von der italienischen Polizei während seiner Zwangsabschiebung mit Klebestreifen über dem Mund ruhiggestellt worden ist, hat in Italien Empörung ausgelöst.

Der Regisseur Francesco Sperandeo hatte das Foto während eines Alitalia-Fluges von Rom nach Tunis am Dienstag gemacht und auf Facebook gestellt. Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde am Donnerstag von italienischen Zeitungen abgedruckt. Insgesamt zwei Algerier seien so behandelt worden, und man habe ihnen auch Plastikhandfesseln angelegt, berichtet Sperandeo.

Das Foto der "geknebelt abgeschobenen Algerier", wie es die römische "La Repubblica" am Donnerstag beschrieb, löste auch im Parlament in Rom einen Sturm der Entrüstung aus. Die Regierung solle über diesen Vorfall berichten, wurde von vielen Seiten gefordert. Auch Italiens Polizeichef Antonio Manganelli und Parlamentspräsident Gianfranco Fini verlangten eine Aufklärung.

Die Algerier sollen nach Medienberichten auf einem Flug von Tunis nach Istanbul gewesen sein. Auf der Zwischenstation in Rom hätten sie sich geweigert haben, diesen Flug fortzusetzen.

Das Klebeband habe dazu gedient, einen Mundschutz zu befestigen, so lautete die erste Erklärung der Polizei, wie der "Corriere della Sera" berichtete. Die beiden Algerier hätten sich am Mund verletzen wollen und auch sonst alles getan, die Rückführung nach Tunis zu verhindern, da sie in Rom bleiben wollten, heisst es in Berichten.

SDA-ATS