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Der Umbruch am Energiemarkt wird einer neuen Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge die Industrie in Europa und in Japan hart treffen: Ihr weltweiter Exportanteil bei Gütern, die mit hohem Energieaufwand hergestellt werden, könnte um zusammen ein Drittel zurückgehen.

Dies sagte die IEA am Dienstag in Paris in ihrem Jahresausblick 2013 voraus. So lägen die Preise für Naturgas in den USA bei einem Drittel der EU-Importpreise und bei einem Fünftel der Preise in Japan.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden von der IEA als die Hauptnachfragestaaten für Energie in den nächsten drei Jahrzehnten genannt. Der Abbau von Schieferöl- und -gas in den USA werde neben der zunehmenden Energienachfrage in China, Indien oder dem Nahen Osten den Energiemarkt in den nächsten Jahren grundlegend verändern, prognostizierte die IEA.

Eine Auswirkung des Schiefergas-Booms in den USA sind sinkende Energiepreise für US-Firmen, was die Sorgen der Wettbewerber in anderen Ländern nährt. Brasilien wiederum wird als Produzent konventioneller und erneuerbarer Energien laut IEA immer wichtiger. "Viele der langjährigen Grundsätze des Energiesektors müssen neu geschrieben werden", stellte die IEA fest.

Unterschiede bei den Energiepreisen würden die Entscheidungen von Investoren und Firmenstrategien beeinflussen, hob die IEA hervor. Die Energiekosten sind vor allem für die Produktion von Chemikalien, Aluminium, Zement, Eisen und Stahl, Papier, Glas und Raffinerieprodukten von Bedeutung.

Für 2035 sagt die IEA einen Ölpreis von 128 Dollar pro Barrel voraus, nachdem sie im vergangenen Jahr noch von 125 Dollar inflationsbereinigt ausgegangen war. In diesem Jahr liegt der Preis durchschnittlich bei rund hundert Dollar.

SDA-ATS